Die US-Metropole New York hat mit Beginn des neuen Jahres einen neuen Bürgermeister bekommen: Der linksliberale Demokrat und Trump-Gegner Zohram Mamdani ist kurz nach Mitternacht Ortszeit vereidigt worden.
Erster muslimischer Bürgermeister New Yorks
Es war in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal ist ein in Afrika geborener Einwanderer muslimischen Glaubens Bürgermeister von New York, und zum ersten Mal schwor der neue Bürgermeister seinen Amtseid auf den Koran. Als gläubiger Muslim hatte Zoran Mamdani seine Hand auf den Koran seines Großvaters gelegt.
Amtseid in der U-Bahn abgelegt
Den Amtseid legte Mamdani im Kreis seiner Familie in einer stillgelegten U-Bahn-Station unter dem Rathaus von New York ab. Damit wollte der bekennende demokratische Sozialist seine Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung zeigen, die oft weite Strecken mit der U-Bahn pendeln muss, weil das Leben in New York zu teuer geworden ist. Eine größere öffentliche Amtseinführung findet um 13 Uhr Ortszeit auf den Stufen des Rathauses statt, dann vor Tausenden von New Yorkern und in Anwesenheit von Madanis politischen Vorbildern, dem linken Senator Bernie Sanders und der linken Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez.
Straßenfest vor dem Rathaus geplant
Im Anschluss gibt es ein großes Straßenfest vor dem Rathaus. Schon am Freitag beginnt dann für den neuen Bürgermeister der harte Arbeitsalltag. Seine drei zentralen Wahlversprechen – kostenlose Busse, kostenlose Kinderbetreuung und Mietpreisbremse – kosten viele Milliarden Dollar. Außerdem muss Mamdani mit gezielten Störmanövern durch US-Präsident Donald Trump rechnen.
Mit Informationen von AFP und dpa
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