Die Menschen in Bayern müssen sich weiter auf Schnee, Schneeregen oder Regen einstellen. Die Faschingsferien bleiben damit weitgehend ungemütlich. Noch immer ist im Freistaat nicht einmal ein Hauch von Frühling in Sicht.
Im Süden und im Osten Bayerns war es am Morgen teils gefährlich glatt. Laut Deutschem Wetterdienst gibt es heute in den nördlichen und östlichen Mittelgebirgen bis in die Vormittagsstunden streckenweise Glätte durch Schneeschauer. Abgesehen davon bei verbreitet leichtem Frost vielerorts Glätte durch überfrierende Nässe.
Spiegelglatte Straßen und Unfälle im Raum Regensburg
Im Raum Regensburg kam es seit dem frühen Morgen teils zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch spiegelglatte Fahrbahnen. In der Region war zuvor ein Schneeschauer, vermischt mit Eisregen, niedergegangen. Besonders betroffen war die A3 zwischen Laaber und Regensburg Ost. Dort gab es kilometerlange Staus durch Rutschunfälle, querstehende Laster und liegengebliebene Fahrzeuge. Zeitweise war die A3 in beiden Richtungen gesperrt. In Richtung Passau ging über mehrere Stunden gar nichts mehr. Auch auf den Ausweichstrecken staute sich der Verkehr.
Der folgenschwerste Unfall passierte beim Autobahnkreuz Regensburg, dort waren drei Laster in ein querstehendes Auto gerutscht. Der Fahrer wurde zum Glück nur leicht verletzt. Die Bergungsarbeiten dauerten aber bis in den späten Vormittag, auch weil die Fahrbahnen laut Polizei immer noch völlig vereist waren und die Einsatzfahrzeuge zunächst Schwierigkeiten hatten zum Unfallort zu kommen.
Streufahrzeuge aus Niederbayern angefordert
Größere Behinderungen durch Eisglätte gab es am Morgen auch auf der B15neu zwischen Neufahrn in Niederbayern und dem Dreieck Saalhaupt und im weiteren Verlauf auf der A93 Richtung Regensburg.
Die Streufahrzeuge waren laut Polizei seit den frühen Morgenstunden unterwegs, es wurde sogar Verstärkung aus Niederbayern angefordert. Allerdings standen einige der Fahrzeuge auf den Autobahnen selbst im Stau und kamen nicht mehr weiter, so der Polizeisprecher.
Mehrere Zentimeter Neuschnee in Teilen Bayerns
Im Südwesten ist laut Deutschem Wetterdienst heute verbreitet leichter Schneefall möglich, ebenso in den nördlichen und östlichen Mittelgebirgen. Dabei verbreitet zwischen 1 cm im Osten und 3 cm im Westen Neuschnee. Von der Frankenhöhe bis zum Spessart vielerorts um 5 cm. Später Regen, beim Übergang besonders in Südbayern örtlich Glatteis.
Am Donnerstag kann es in Unter- und Oberfranken noch leicht schneien, in Südbayern fällt eher Regen oder Schneeregen. In Oberfranken bleiben die Temperaturen im Minusbereich, im Süden des Freistaats erreichen sie bis zu fünf Grad.
Lawinengefahr und steigende Pegel
Die Niederschläge der vergangenen Tage ließen derweil die Wasserstände von Flüssen vor allem im Norden Bayerns wieder steigen.
Die Lawinengefahr ist nach Angaben des Lawinenlageberichts erheblich "aufgrund von umfangreichem, störanfälligem Triebschnee". Die Lage bleibe angespannt, hieß es.
Grafik: Bayernkarte - Wetterwarnungen des DWD
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