Deutscher Bundestag: 77. Bundestagssitzung: Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil
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Steuerschätzung: Einnahmen brechen 2026 um 17,8 Milliarden ein

Steuerschätzung: Einnahmen brechen 2026 um 17,8 Milliarden ein

Der deutsche Staat kann angesichts schwächerer Konjunkturaussichten in den kommenden Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst angenommen. Allein 2026 fehlen 17,8 Milliarden Euro zusätzlich.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen brechen 2026 um voraussichtlich 17,8 Milliarden Euro ein. Davon betreffen laut der am Donnerstag veröffentlichten neuen Steuerschätzung 6,8 Milliarden Euro bereits bekannte Änderungen des Steuerrechts, weitere 11,0 Milliarden Euro gehen auf Abweichungen im Vergleich zur Schätzung vom vergangenen Oktober zurück. Bis 2030 summieren sich die Steuerausfälle demnach auf insgesamt 87,5 Milliarden Euro, darunter Schätzabweichungen von 39,8 Milliarden Euro.

Verluste auch für Länder und Kommunen

Allein für den Bund betragen die Steuermindereinnahmen im laufenden Jahr den Schätzergebnissen zufolge insgesamt 9,9 Milliarden Euro, davon 4,5 Milliarden Euro Schätzabweichungen im Vergleich zur Prognose vom Oktober. Die Länder müssen demnach mit 3,0 Milliarden Euro weniger auskommen, die Kommunen mit 4,3 Milliarden Euro weniger. Der Rest betrifft die Abführungen an die EU. Änderungen des Steuerrechts spielen hier jeweils eine geringere Rolle als beim Bund.

Klingbeil macht Trump verantwortlich

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) führte die Steuerausfälle vorwiegend auf externe Einflüsse zurück. "Die heutige Steuerschätzung zeigt, wie sehr uns der Iran-Krieg wirtschaftlich schadet. Trumps verantwortungsloser Krieg und der daraus resultierende weltweite Energiepreis-Schock bremsen die positive wirtschaftliche Dynamik vorerst aus", erklärte der Minister. Dies führe auch zu geringeren Steuereinnahmen für Bund, Länder und Kommunen als noch im Herbst angenommen.

Mit Informationen von AFP

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