Peter Claffey in Ritterrüstung auf einem Pferd, Screenshot aus "A Knight of the Seven Kingdoms"
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"Game of Thrones"-Prequel: Peter Claffey in "A Knight of the Seven Kingdoms"
Bildrechte: Steffan Hill/HBO
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"Game of Thrones"-Prequel: Peter Claffey in "A Knight of the Seven Kingdoms"

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Netflix, Prime & Co: Das sind die Serien-Highlights 2026

Netflix, Prime & Co: Das sind die Serien-Highlights 2026

Das Serien-Jahr 2026 startet mit einem "Game of Thrones"-Prequel und einem neuen Streaming-Anbieter. Mit Spannung erwartet wird auch eine neue Nicole-Kidman-Serie und ein "4 Blocks"-Prequel sowie neue Staffeln beliebter Serien.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Morgen am .

Ja, der Winter kommt und bringt viel Neues. Schon in zwei Wochen erreicht das neue Serienjahr seinen vorläufigen Höhepunkt. Mit "A Knight of the Seven Kingdoms" schickt HBO eine neue Serie aus dem Game-of-Thrones-Universum an den Start. Eine Ritter-Heldenreise auf dem Kontinent Westeros, 100 Jahre vor der Handlung des Originals. Und die können alle deutschen Serienfans jetzt direkt bei Home Box Office streamen: Der neue Streamingdienst HBO Max ist ab dem 13. Januar in Deutschland verfügbar.

HBO Max startet in Deutschland

HBO hat in den 00er Jahren mit Serien wie "The Sopranos" und "The Wire" das goldene Serienzeitalter eingeläutet und ist bis heute mit seinen Eigenproduktionen das Non-Plus-Ultra in Sachen serielles Erzählen: "The White Lotus", "The Penguin", "The Last of Us" oder "The Pitt" sind nur einige der zahlreichen ausgezeichneten Serien, die man hier bald sehen kann. Und auch deutsche HBO-Produktionen wird es in Zukunft mehr geben. Den Anfang macht "4 Blocks Zero", ein Prequel zur Berliner Gangster-Serie "4 Blocks" mit Kida Khodr Ramadan.

Die große Frage ist: Wohin geht es mittelfristig bei HBO, wenn – danach sieht es momentan ja aus – Netflix tatsächlich das Wettbieten um Warner Bros. Discovery gewinnt? Denn HBO ist Teil von Warner. HBO als Teil der Marke Netflix würde eine enorme Marktkonzentration im Streaming bedeuten. Netflix' Katalog wäre dann unschlagbar groß. Und das klassische Kino wohl endgültig tot. Zudem wäre zu befürchten, dass Netflix dem eigenen Trend folgend die Qualität, die HBO noch auszeichnet, zulasten von Massengeschmack und Quantität opfert.

Netflix nur bedingt mutig

So oder so: Ambitionierte, mutige Serienprojekte sucht man bei Netflix auch in diesem Jahr zwischen den hunderten Neuerscheinungen wie die Nadel im Heuhaufen. "Jenseits von Eden" hat vielleicht das Zeug dazu – ist allerdings auch nur bedingt mutig, weil eine Neuverfilmung des Klassikers mit James Dean auf der Grundlage des Romans von John Steinbeck.

Die Aushängeschilder von Netflix sind Krimis und Murder Mysteries, neu z.B. bald eine Adaption von Agatha Christies "Seven Dials". Und Liebesschnulzen wie "Bridgerton" - in diesem Jahr kommt die vierte Staffel.

Amazon setzt auf Sport und Shows

In Deutschland hat Amazon Prime ungefähr genauso viele Abonnenten wie Netflix – auch hier ist das Programm von Crime & Love geprägt. Nicole Kidman als Forensikerin und Ermittlerin Dr. Kay Scarpetta in der gleichnamigen Serie dürfte wie fast alle Kidman-Serien wieder ein Hit werden. Dazu baut Amazon auch den Sport- und Showsektor aus. Mit der ersten eigenen deutschen Quizshow "Yes or No Game" schärft man das Profil.

Disney+ setzt weiterhin auf Marvel, denkt das Superhelden-Genre aber durchaus weiter, wie die neue Serie "Wonder Man" zeigt, die gleichzeitig eine geerdete, selbstironische Hollywood-Persiflage werden dürfte.

Apple TV ist so etwas wie der kleine Bruder von HBO und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient für seine anspruchsvollen Geschichten, großen Erzählbogen und innovativen Ideen. Die lustigste und klügste Sportserie der Welt, "Ted Lasso", erhält endlich eine vierte Staffel, das alternativgeschichtliche Drama "For All Mankind" schon die fünfte.

Im Herbst ist dann wieder der Winter nah, wenn das zweite Game-of-Thrones-Spinoff "House of the Dragon" auf HBO in die dritte Staffel geht. Drachen und Ritter – für ein nervenaufreibendes Serienjahr.

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