Nach nur einem halben Jahr ist die Zeit von Xabi Alonso als Trainer von Real Madrid schon wieder beendet. Das gab der spanische Spitzenklub am Montagabend bekannt. Der ehemalige FC-Bayern-Profi hatte die Königlichen erst im Sommer übernommen, als Nachfolger von Carlo Ancelotti. Zum Verhängnis wurde dem Spanier am Ende die Clasico-Niederlage in der Supercopa gegen den FC Barcelona (2:3).
Warme Worte zum Abschied für Alonso - Arbeloa übernimmt
Zum Abschied gab es vom Arbeitgeber immerhin warme Worte: "Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridistas genießen, denn er ist eine Legende von Real Madrid und hat stets die Werte unseres Vereins vertreten", schrieb der Verein in einer Pressemitteilung. Real Madrid werde immer Alonsos "Zuhause sein".
Aus genau diesem Grund hatte der Trainer nach dem Double-Gewinn 2023/24 mit Bayer Leverkusen die Werkself im Sommer verlassen und war zu den Königlichen, für die er schon zwischen 2009 und 2014 als Spieler auf dem Rasen stand, zurückgekehrt. Nach 28 Spielen findet Alonsos Engagement bei seinem Ex-Klub trotz eines Punkteschnitts von 2,25 schon wieder ein Ende. Vorerst wird Ex-Profi Alvaro Arbeloa die Mannschaft betreuen.
Alonso scheitert an Real Madrid
Was bei seinem Vorgänger Ancelotti begann, setzte sich auch unter Alonso fort. Nach der verpassten Meisterschaft wollte Real unter Ex-Profi Alonso wieder zu alter Stärke finden. Doch auch in dieser Spielzeit hinkt das "weiße Ballett" den Ansprüchen hinterher. Drei Punkte Rückstand in der Liga auf die Katalanen. Dazu droht Real die Top acht in der Champions League zu verpassen. In sechs Partien setzte es bereits zwei Niederlagen gegen Liverpool und zuletzt Manchester City.
Immer wieder soll es zudem Spannungen gegeben haben. Alonso Entlassung hatte sich in den letzten Wochen angedeutet. Schon die Partie gegen ManCity war medial zum Endspiel ausgerufen worden, doch der Spanier durfte bleiben. Die Pleite im Clasico und der Verlust des Supercopa-Titels, ebenfalls ein von den Medien erklärtes Endspiel für Alonso, waren für die Verantwortlichen nun zu viel.
Im Sommer 2024 wollte Alonso nicht zum FC Bayern
Damit ist Alonso nur ein halbes Jahr nach seinem Abgang aus Leverkusen vereinlos. Der Spanier war der Werkself nach dem Double-Gewinn treu geblieben und hatte im Sommer 2024 eine Offerte des FC Bayern abgelehnt. Die Münchner hätten Alonso, der zwischen 2014 und 2016 auch in München aktiv war, gerne als Nachfolger für Trainer Thomas Tuchel verpflichtet. Alsonsos Nein, war eine von vielen Absagen, die Sportdirektor Max Eberl verkraften musste. Am Ende entschied er sich für die Verpflichtung von Vincent Kompany, der aktuell mit den Münchnern in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League noch Chancen auf den Titel hat.
Die hatten auch Alonso und Real Madrid vier Monate vor dem Saisonende, doch den Verantwortlichen reichte das nicht mehr.
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