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FC Augsburg vor Bundesliga-Start: Weist Wagner neue Wege auf?

FC Augsburg vor Bundesliga-Start: Weist Wagner neue Wege auf?

Sandro Wagner steht vor seinem Bundesliga-Debüt als Trainer. In den vergangenen Wochen hat er ausführlich über sich selbst, seine Ziele und Strategie gesprochen. Doch was kann die Fußball-Welt mit Wagners FC Augsburg nun wirklich erwarten?

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Die Ära Wagner beim FC Augsburg ist noch jung. Seit Juli 2025 hat der 37-Jährige die Zügel beim Bundesligisten in der Hand. Mit seiner Verpflichtung gelang den Schwaben der größte Coup des Sommers – ein Schritt weg vom Graue-Maus-Image

Seit seinem Amtsantritt hat Wagner viele Interviews gegeben - Pressekonferenzen, Podcasts, TV-Interviews. Bei keinem anderen Bundesliga-Trainer war das Interesse so groß. Wagner sprach über seine Herkunft ("Ich bin ein Assi"), seine Ungeduld – und darüber, dass er täglich sein Auto saugt. Am Samstag aber ist Schluss mit Frage-Antwort-Spielchen: Dann muss sich Wagner erstmals als Trainer in der Bundesliga beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr in der Radioreportage) beweisen.

Wagners bisheriger Weg

Ein Tag, auf den der 37-Jährige lange hingefiebert hat: "Mir war spätestens mit Mitte 20 klar, dass ich Trainer werden möchte", erzählte er im Bild-Podcast "Phrasenmäher". Seine Spieler-Karriere hatte er beim FC Bayern München gestartet. Erste Trainerstation war die SpVgg Unterhaching. Vor Augsburg war er Co-Trainer von Bundestrainer Julian Nagelsmann. "Ich bin für den Trainerjob viel, viel besser geeignet als für den als Spieler", sagte Wagner im Podcast.

Wagners Voraussetzungen

Was Wagner zu Erfolgen verhelfen könnte: Abgesehen von seiner Person sind es nur einzelne Schrauben, an denen der Verein nachgedreht hat. Der Kader ist praktisch der gleiche wie in der Vorsaison. Vor allem bei den Leistungsträgern hat keiner den Verein im Sommer verlassen. Und auch Gerüchte, wonach sich der Kader bis September noch groß verändern könnte, gibt es nicht. Neben Wagner selbst ist mit Han-Noah Massengo noch ein Transfererfolg gelungen - der Franzose soll den Schwaben im Mittelfeld Stabilität verleihen.

Wagners Plan fürs Tor

Blickt man auf die Vorbereitung und auf das Pokalduell gegen den Halleschen FC (2:0), sieht man, wie hoch Wagner plant zu spielen. Torwart Finn Dahmen dürfte so eine noch größere und wichtigere Aufgabe zukommen. Der 27-Jährige wird beim Spielaufbau unterstützen müssen.

Eine Rolle, die Dahmen liegen könnte, immerhin gilt er als moderner, spielstarker Torhüter. Mit 1,86 Metern zählt er nicht unbedingt zu den größten Keepern, ist dafür aber "beweglicher und schneller", wie er selbst in der vergangenen Saison einmal erklärte.

Wagners Sinn für Ordnung und Struktur

Dass Wagner nicht nur auf dem Rasen für die ein oder andere Veränderung sorgen könnte, zeigen diese Einblicke: Am Trainingsgelände steht in Augsburg mittlerweile eine riesige Videowand, die Trainer bezogen ein anderes Büro, weg von der Kabine, dort sollen die Spieler "ihren Freiraum haben".

Weil die Fahrräder am Trainingsplatz "kreuz und quer" standen, ließ er Fahrradständer installieren: "Wenn mir egal ist, wie ich die Fahrräder da hinstelle, wie kann ich dann strukturiert Fußball spielen?" Am Samstag jedenfalls geht es nach Freiburg. Wagner versprach: "Wir wollen überraschen, wir wollen attackieren."

Wagners Plan für das Spiel gegen Freiburg

Nervös sei er jedenfalls nicht, wie er bei der Pressekonferenz am Donnerstag erklärte: "Ich habe hier schon hoch runter, links rechts gespielt und mich viermal gedreht in der Bundesliga." Das Spiel in Freiburg gehe er jedenfalls "mit allerhöchstem Respekt" an: "Das wird ein Brett."

Für dieses Brett kann jedoch Elvis Rexhbecaj nach überstandenen Knieproblemen wieder mitwirken, Arne Maier nach kurzer Krankheit ebenso. Alexis Claude-Maurice dagegen wird fehlen, weil er laut Wagner noch "Fuß-Aua" hat.

Wann sich der Franzose von seiner Sprunggelenkstauchung erholt, ist aktuell noch nicht klar, aber der Trainer versichert: "Wir haben tolle Jungs, die das auf ihre Art und Weise auffangen." Auch in Freiburg dürfte der FCA wieder mit einer Doppelspitze aus Steve Mounié und Phillipp Tietz antreten. "Wir haben uns was überlegt", versichert Wagner, ohne in Details zu gehen.

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