Keven Schlotterbeck ärgert sich
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Trotz Traumtor und Überzahl: Augsburg verpasst Sieg gegen Union

Trotz Traumtor und Überzahl: Augsburg verpasst Sieg gegen Union

Mit einem Traumtor von Claude-Maurice geht der FC Augsburg gegen Union Berlin in der ersten Halbzeit in Führung. Trotz Überzahl in der Schlussphase kann der FCA den Sieg nicht festhalten - und verpasst den Befreiungsschlag aus der Abstiegszone.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport im Radio am .

Am Donnerstagabend galt es, den katastrophalen Start ins neue Jahr wiedergutzumachen. Ohne Nervosität und mit einem wunderschönen Tor von Claude-Maurice gingen die Fuggerstädter in die Halbzeitpause. Als Union Berlin wegen einer Roten Karte in Unterzahl in die Schlussphase musste, schien der Sieg schon fast sicher. Bis Ljubicic noch einen Punkt klaute.

Manuel Baum zog Konsequenzen aus der Pleite gegen Gladbach und veränderte seine Startelf auf vier Positionen: Jakic, Rexhbecaj und Giannoulis (nach Gelb-Sperre) rückten für Kömür, Massengo und Pedersen in die erste Elf. Außerdem durfte Neuzugang Gregoritsch erstmals von Anfang an spielen, Rieder saß stattdessen auf der Bank.

Augsburg startet kontrolliert in die Partie

Unter Rauchschwaden startete die letzte Partie des 17. Spieltages der Bundesliga, nachdem die Augsburger Fans Pyrotechnik gezündet hatten. Trotz des miserablen Starts ins neue Jahr wirkten die Gastgeber alles andere als nervös. Mit Ruhe am Ball und dem richtigen Timing schafften es die Schwaben immer wieder, Vorstöße der Berliner zu unterbinden. Bis zur ersten großen Torchance in der 19. Minute: Burke an der Grundlinie lieferte die perfekte Vorlage auf Schäfer am Elfmeterpunkt. Mit schlechtem Timing setzte dieser seinen Kopfball über die Latte. Den Schuss von Jeong kurze Zeit später konnte Dahmen parieren.

Heimrekord und Flummi-Protest

Bei der 27-Minuten-Marke hatte der FCA einen neuen Heimrekord aufgestellt: 350 Minuten zu Hause ohne Gegentor. Als hätte es der Stadionsprecher provoziert, führte zwei Minuten später eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr fast zum Rückstand. Geschickt überspielte Schäfer mit einem tiefen Pass auf Burke die Abwehrkette. Der Abschluss zog nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

Nach einer guten halben Stunde musste die Partie unterbrochen werden. Die Augsburger Fankurve schmiss viele kleine Flummi-Bälle auf den Platz. Mit Bannern protestierten sie gegen die Zerstückelung der Spieltage. Nach circa fünf Minuten konnte weitergespielt werden.

Claude-Maurice zur Führung kurz vor der Pause

Fußballerisch verging die erste halbe Stunde bis dahin ohne große Chancen. Zweimal konnten die Schwaben aus guten Freistoßpositionen nichts Zählbares mitnehmen, erspielten sich dann allerdings eine Druckphase, an deren Ende die Augsburger jubeln konnten (45.+6). Alexis Claude-Maurice verwandelte einen Klärungsversuch der Unioner Verteidigung in ein Traumtor und setzte die Kugel aus über 25 Metern an die Unterkante der Latte. Mit einem 1:0 für die Gastgeber ging es in die Pause.

Wechsel bringen Action

Die zweite Halbzeit begann recht ereignislos, bis Jakic mit einem Trikotzieher eine Konterchance unterband (53.) und dafür Gelb kassierte. Später nutzte Claude-Maurice eine erneut gute Freistoßposition (58.), um den Ball an den rechten Pfosten zu setzen. Zwei Minuten danach glänzte Union-Keeper Rönnow, der nach Kades scharfem Abschluss schnell zu Boden ging und die Kugel festhielt.

Coach Manuel Baum brachte in der 63. Minute Massengo für Rexhbecaj, während Baumgart mit drei Wechseln versuchte, die unzufriedenstellende Offensive der Berliner zu verbessern. Das brachte wieder Action ins Spiel. Nachdem auch Kömür und Wolf für Kade und Giannoulis den Platz betraten, scheiterte Banks mit einem Weitschuss an Rönnow. Kurz darauf setzte Khedira den Ball übers Tor (80.).

Schlussphase mit Roter Karte und Ausgleich

Die Chance, die Partie zu entscheiden, hatte Fellhauer in der 87. Minute. Sein Abschluss aus spitzem Winkel landete allerdings in den Händen des gegnerischen Keepers. Kurz darauf zog Schiedsrichter Florian Badstübner die Rote Karte (89.). Köhn spielte den Ball mit sehr hohem Bein und traf dabei Essende mit der Sohle an der Schulter nahe des Gesichts. Gefährliches Spiel, gerechter, aber harter Platzverweis.

Dass die Berliner nun zu zehnt spielen mussten, hielt sie jedoch nicht vom Ausgleich ab. Krals Flanke von rechts landete bei Ilic, dessen Abschluss flog Ljubicic an den Fuß. Der Torschütze lenkte den Ball entscheidend zum 1:1-Ausgleich ins linke untere Eck (90.). Bitter für die Augsburger, allerdings gerecht über den gesamten Spielverlauf gesehen.

Kurz darauf pfiff Badstübner ab. Die in der ersten Hälfte überlegeneren Berliner belohnten sich kurz vor Ende mit dem Ausgleich, ein starker Claude-Maurice hatte mit einem Traumtor vorgelegt. Für den FCA bedeutet das jetzt keinen Befreiungsschlag aus der Abstiegszone. Drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind nicht genug, um dem Abstiegskampf zu entgehen.

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