Thomas Dreßen als Dritter 2019 und Josef Ferstl als Sieger 2017 waren die bisher letzten deutschen Speedfahrer, die in Gröden etwas zu feiern hatten. Ab Donnerstag macht der alpine Skiweltcup wieder Station an der Saslong mit ihren berühmt-berüchtigten Kamelbuckeln. Auch dieses Jahr spricht wenig für ein deutsches Podest, doch ein Comeback und ein Youngster machen Hoffnung.
Gebrauchter Winter für das deutsche Speed-Team
Die deutsche Speed-Bilanz der Saison 2024/25 fiel mehr als ernüchternd aus. Ein siebter Platz von Routinier Romed Baumann in Gröden war die einzige Top-Ten-Platzierung für den DSV in Abfahrt und Super-G. Youngster Luis Vogt startete auch in Gröden gut in die Saison, wurde 16. im Super-G und 17. in der Abfahrt.
Nach seinem Sturz bei der Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm kam er aber nicht mehr richtig in Form, konnte keine Weltcup-Punkte mehr sammeln. Simon Jocher machte das deutsche Speed-Debakel perfekt, allerdings weniger aufgrund seiner eigenen Leistung, sondern: Aufgrund von Fersenproblemen musste er immer wieder pausieren und beendete seine Saison letztlich wegen einer Bandscheiben-OP frühzeitig.
Vogt kehrt nach Verletzung zurück
Jocher meldete sich Anfang Dezember in Copper Mountain als 20. im Super-G zurück, auch Romed Baumann sammelte in Übersee als 22. in der Abfahrt von Beaver Creek erste Weltcup-Punkte in diesem Winter. Top-Platzierungen sucht man aber immer noch vergeblich. In Gröden gibt es nun aber immerhin zwei Lichtblicke für das deutsche Team.
Nummer eins: Luis Vogt ist nach einer Schulterverletzung bei einem Trainingssturz in Chile erstmals wieder im Weltcup dabei. "Ich fühle mich gut, der Schulter geht es bestens", berichtet Vogt. Das erste Training in Gröden war für den 23-Jährigen wieder die erste komplette Abfahrt, die er nach seinem Sturz absolvierte. Entsprechend sei das auch eine Herausforderung gewesen, so Vogt. "Ich konnte trotzdem ein gutes Gefühl aufbauen, und freue mich jetzt auf das erste Rennen am Donnerstag."
Dass ihm die Strecke im Grödnertal liegt, hat er vergangene Saison mit seinen Top-20-Plätzen bereits bewiesen. Vielleicht gelingt ihm das ja in seiner ersten Abfahrt der Saison am Donnerstag gleich wieder.
Weltcupdebüt für Junioren-Weltmeister
Hoffnung Nummer zwei: Felix Rösle, im Februar Junioren-Weltmeister in der Abfahrt geworden, wird in Gröden sein Weltcupdebüt geben. "Die Abfahrt ist sehr cool, mit vielen Sprüngen und Wellen", erklärte der Allgäuer nach dem ersten Trainingslauf auf der Saslong. "Die Strecke ist generell in einem guten Zustand, und ich freue mich sehr auf das Rennen am Donnerstag."
Der 20-Jährige hatte sich zuletzt mit einem sechsten Platz in der Europacup-Abfahrt in Santa Caterina und mehreren Top-Platzierungen im September im Südamerika-Cup empfohlen. Im ersten Training auf der Saslong am Dienstag ließ er immerhin seine Teamkollegen Jocher und Vogt schon hinter sich.
Maximilian Schwarz komplettiert das deutsche Aufgebot in Gröden. Für den 22-Jährigen vom DAV Peißenberg ist es der fünfte Weltcupstart.
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