Ein letztes Mal soll diese sogenannte "Two Nights Tour" der Skispringerinnen in Garmisch-Partenkirchen und Oberstdorf in diesem Jahr stattfinden. Ein letztes Mal, weil im kommenden Jahr die Vierschanzentournee der Frauen erstmals an den Start gehen soll. Dieses Vorhaben signalisieren mittlerweile sowohl der Deutsche als auch der Österreichische Skiverband, nachdem als letzter Standort nun auch Innsbruck ein Flutlicht erhält.
Nika Prevc distanziert die Konkurrenz - Freitag Zweite
Daher trafen sich die Skispringerinnen am Silvestertag 2025 in Garmisch-Partenkirchen vermutlich zum letzten Mal zum Tour-Auftakt in Oberbayern, in eine Vierschanzentournee sollen sie dann schließlich gemeinsam mit den Männern in Oberstdorf starten. Am Mittwoch siegte Nika Prevc (271,1 Punkte), die die bisherigen zwei Two-Nights-Tour-Ausgaben für sich entscheiden konnte, mit einem riesigen Punktevorsprung von 23,1 Zählern. Prevc geht damit auch als Gesamtführende in die Entscheidung am Donnerstag in Oberstdorf.
Selina Freitag wurde als beste Deutsche Zweite (248,0) vor der Japanerin Nozomi Maruyama (244,1). "Es war ein super Wettkampf von Selina", sagte der Bundestrainer Heinz Kuttin. "Mir bedeutet das Podest heute ganz, ganz viel. Ich bin endlich mal belohnt worden für die harte Arbeit", sagte Freitag, die zuletzt in Engelberg heftig gestürzt war, nach dem ersten Podest einer deutschen Springerin in einem Wettkampf der Two Nights Tour - bei den ersten beiden Auflagen waren die DSV-Athletinnen leer ausgegangen.
Prevc-Geschwister könnten Historisches schaffen
Besonders im ersten Durchgang wurde der himmelweite Abstand von Prevc zum Rest des Feldes deutlich, ihr liegen die Schanzen bei der Two Nights Tour wie eben niemand anders. Die Slowenin landete erst bei 136,5 Metern, der Tagesbestweite. Die zur Halbzeit Zweite Freitag war gerade einmal bei 127 Metern gelandet.
Zu Beginn der Woche war Prevcs Bruder Domen mit Abstand der Stärkste bei den Männern zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf. Nun könnten sie sich beide erstmals als Geschwister im selben Jahr den Titel bei den prestigeträchtigen Tourneen um den Jahreswechsel sichern. Ihr Bruder Peter Prevc gewann die Vierschanzentournee bereits vor zehn Jahren.
Schmid verabschiedet sich von Garmisch-Partenkirchen
Wie die Männer bei der Tournee sprangen die Frauen in K.o.-Duellen im ersten Durchgang gegeneinander. Bei den Frauen traten allerdings 30 Starterinnen (statt 50 Männer) an. 20 (statt 30) sprangen das Finale aus. Das erreichten aus bayerischer Sicht auch die Allgäuerinnen Agnes Reisch, im Vorjahr Vierte, und Katharina Schmid. Beide belegten punktgleich Rang acht (225,4).
Gerade für Schmid hieß es am Mittwoch Abschiednehmen, sie sprang zum letzten Mal in einem Wettkampf von der Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen. Nach der Saison beendet sie ihre Karriere. Für die Oberstdorferin, die an Neujahr noch einmal von ihrer Heimschanze segeln darf, ist es also so oder so die letzte Two Nights Tour.
Im Audio: Prevc gewinnt Auftakt bei der Two Nights Tour
Selina Freitag

