(Symbolbild) Logo der AOK an einem Gebäude
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(Symbolbild) Die AOK Bayern hält ihren Beitragssatz stabil
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(Symbolbild) Die AOK Bayern hält ihren Beitragssatz stabil

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AOK Bayern: Beitragssatz stabil - doch Maßnahmen nötig

AOK Bayern: Beitragssatz stabil - doch Maßnahmen nötig

Die größte Krankenkasse im Freistaat, die AOK, geht mit einem unveränderten Beitragssatz ins kommende Jahr. Andere große Kassen hatten vor weiter steigenden Beiträgen gewarnt. Aber auch die AOK fordert politische Maßnahmen gegen ausufernde Kosten.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Es sind gute Neuigkeiten für die Mitglieder der AOK Bayern: Die Krankenkasse könne mit einem unveränderten Beitragssatz von 17,29 Prozent ins kommende Jahr gehen, kündigt die Vorstandschefin Irmgard Stippler an. Mit 4,6 Millionen Versicherten ist die AOK die mit Abstand größte Kasse im Freistaat. Mit ihrem Beitragssatz liegt die AOK Bayern unter der Marke von 17,5 Prozent, die das Bundesgesundheitsministerium als Durchschnittswert errechnet hat, mit dem die Kassen nach Ansicht des Ministeriums zurechtkommen sollten.

Rücklagen aufgefüllt

Es sei gelungen, die Rücklagen auf die gesetzlich vorgeschriebenen Summe von 20 Prozent einer Monatsausgabe aufzustocken, erklärt der AOK-Vorstand. Deswegen könne der Beitragssatz stabil bleiben. Die Spitze der AOK betont gleichzeitig, die Bundesregierung müsse schnell Maßnahmen ergreifen, damit die Ausgaben nicht weiter schneller steigen als die Einnahmen.

Alle gesetzlichen Kassen beklagen schon seit längerem, dass die Ausgaben für Arzneien, Krankenhausbehandlungen und Arzthonorare deutlich schneller anwachsen als die Einnahmen. Auch die AOK Bayern fordere daher eine "einnahmeorientierte Ausgabenpolitik", erklärt die Vorstandschefin Stippler.

Insgesamt höhere Beiträge erwartet

Andere Kassen sagen steigende Beiträge voraus, weil die Einnahmen und Ausgaben auseinanderklaffen. So hat die größte bundesweite Kasse, die TK, angekündigt, dass sie teurer werden muss. Auch aus der Spitze der drittgrößten bundesweiten Kasse, der DAK, kamen Warnungen vor höheren Beiträgen, ohne dass die DAK Aussagen über ihren eigenen Beitragssatz gemacht hat.

Als Grund für die von ihnen erwarteten Beitrags-Anstiege nennen der TK-Chef Jens Baas und der DAK-Chef Andreas Storm, dass viele Kassen nur durch eine Anhebung ihrer Beitragssätze die gesetzlich geforderten Rücklagen vorhalten können.

Ebenso wie die AOK Bayern hat unter anderem auch die Nummer zwei der bundesweiten Kassen, die Barmer, einen stabilen Beitrag für 2026 angekündigt.

Entscheidungen bis Weihnachten

Die endgültigen Entscheidungen über die Beitragssätze fällen die Verwaltungsräte der Kassen bis kurz vor Weihnachten. Bei den drei größten bundesweiten Kassen TK, Barmer und DAK und auch bei der AOK Bayern tagen die Verwaltungsräte am 19. Dezember.

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