Werbung für AI - Künstliche Intelligenz - auf der IFA Internationalen Funkausstellung (08.09.2026)
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IAB-Studie: KI derzeit kein Jobkiller, trifft aber Anfänger mehr

IAB-Studie: KI derzeit kein Jobkiller, trifft aber Anfänger mehr

Künstliche Intelligenz ist kein Jobkiller. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg hervor. Für Entwarnung sei es allerdings zu früh, so die Experten. Vor allem für Berufsanfänger.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Sieht man sich die Vollzeitbeschäftigung in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit seit 2022 an, so sei die Entwicklung günstiger als in anderen. Das ist eines der Resultate einer Studie (externer Link), die die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) Nürnberg am Dienstag veröffentlicht hat.

Allerdings: Bei jungen Arbeitnehmern, die in stark von künstlicher Intelligenz (KI) beeinflussten Berufen arbeiten, zeige sich ein negativer Trend.

Einfluss der KI auf Beschäftigungswachstum unterschiedlich

Bei den jeweiligen Altersgruppen sind durchaus Unterschiede festzustellen: So fiel das Beschäftigungswachstum in KI-betroffenen Berufen bei den 30- bis 39-Jährigen um fast sechs Prozentpunkte höher aus als in weniger KI-betroffenen Berufen, bei den 40- bis 64-Jährigen um rund fünf Prozentpunkte - eine eher positive Entwicklung. Bei den 20- bis 29-Jährigen hingegen zeigt sich laut Studie ein zunehmend negativer Zusammenhang: Die Vollzeitbeschäftigung in dieser Altersgruppe ging in stark KI-betroffenen Berufen um 1,2 Prozentpunkte stärker zurück als in weniger betroffenen Berufen.

Laut Studie: Schwache Konjunktur hat stärkeren Einfluss als KI

Als Hauptursache dafür sehen die Forschenden allerdings die schwache Konjunktur. "Vor allem die Wirtschaftsschwäche der letzten Jahre hat zu einer sinkenden Beschäftigung von jungen Beschäftigten beigetragen, während der Einfluss von KI unterm Strich eine eher untergeordnete Rolle gespielt haben dürfte", berichtet IAB-Forscher Oliver Schlenker. Die Konjunkturanfälligkeit sei bei jungen Beschäftigten besonders ausgeprägt: "Ihre Beschäftigung ging in Berufen in wirtschaftlich schwächelnden Sektoren zwischen 2022 und 2025 um 4,2 Prozent zurück", heißt es weiter.

Weniger Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe und bei Nichtakademikern

Die schwache Konjunktur habe zwischen 2022 und 2025 in wirtschaftlich angeschlagenen Branchen zu einem Beschäftigungsrückgang beigetragen – vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und in nicht akademisch geprägten Berufen. "Entgegen der öffentlichen Diskussion um die Einstiegsprobleme junger Akademikerinnen und Akademiker lenken die Analysen den Blick eher auf nichtakademisch geprägte Berufe und das Verarbeitende Gewerbe", so IAB-Forscher Michele Dinelli.

Grundlage der Studie sind nach IAB-Angaben monatliche administrative Daten von rund 22,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland. IAB-Vizedirektorin Melanie Arntz will den Einfluss von KI angesichts der "äußerst dynamischen Entwicklung" über 2025 hinaus weiter beobachten.

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