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Verdacht der Untreue – Durchsuchung bei Ex-Baywa-Chef

Verdacht der Untreue – Durchsuchung bei Ex-Baywa-Chef

Die Staatsanwaltschaft München hat eine Durchsuchung bei Ex-Baywa-Chef Klaus Josef Lutz veranlasst. Es geht um den Verdacht der Untreue. Das Unternehmen teilte unterdessen mit, "vollumfänglich" mit der Staatsanwaltschaft kooperieren zu wollen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Die Staatsanwaltschaft München I hat im Rahmen der Ermittlungen im Zusammenhang mit der Baywa eine Durchsuchung bei Ex-Chef Klaus Josef Lutz veranlasst. Das bestätigte sie auf BR-Anfrage. Als Grund nennt die Staatsanwaltschaft den Verdacht der Untreue. Weiter teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass derzeit aufgrund der laufenden Ermittlungen keine weiteren Informationen gegeben werden können.

IHK-Präsident Lutz bis auf Weiteres in seiner Funktion vertreten

Lutz war von 2008 bis 2024 Vorstandsvorsitzender der Baywa. Mittlerweile ist er Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern und des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages.

Die IHK teilte auf BR-Anfrage mit, dass Lutz am Mittwoch die IHK darüber informiert habe, dass gegen seine Person staatsanwaltliche Ermittlungen eingeleitet worden seien, die nicht im Zusammenhang mit seinen IHK-Ämtern stünden. Laut IHK wird während der Ermittlungen ein anderes Mitglied des IHK-Präsidiums Lutz bis auf Weiteres in seiner Funktion vertreten.

Vorwurf: Geschönte Baywa-Bilanzen

Gegen Lutz wird ermittelt, weil der Verdacht besteht, dass die Bilanz des Unternehmens geschönt dargestellt wurde. So brach 2024 überraschend eine existenzielle Krise und "Beinahe-Pleite" aus, auf die im Jahresabschluss 2023 noch nichts hingedeutet hatte. Seitdem versucht das Unternehmen mit einem Sanierungsplan und mit der Hilfe von Banken und Gläubigern, aus der Krise zu kommen.

Baywa: Weiterhin "vollumfänglich" mit Staatsanwaltschaft kooperieren

Das Unternehmen teilte auf BR-Anfrage mit: "Die BayWa AG kann das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft – wie bisher auch - nicht kommentieren". Weiterhin solle aber "vollumfänglich" mit der Staatsanwaltschaft kooperiert werden.

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