Beim Chemiekonzern Wacker sollen am Standort Burghausen im Rahmen des Kosten- und Effizienzprogramms PACE rund 1.300 Arbeitsplätze wegfallen. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung hervor. Die Streichungen waren bereits seit letztem Herbst geplant.
Offenbar keine betriebsbedingten Kündigungen
Insgesamt will Wacker in Deutschland etwa 1.600 Stellen abbauen – sozialverträglich über ein Freiwilligenprogramm, mit Altersteilzeit und Aufhebungsverträgen; betriebsbedingte Kündigungen sollen demnach ausgeschlossen werden. Dazu wurde auch eine Verringerung von Arbeitszeit und Gehalt um vier Prozent bis 2028 für alle Mitarbeitenden in Deutschland vereinbart.
Burghausen ist nach Angaben des Unternehmens der weltweit größte Wacker-Standort – dort arbeiten mehr als 8.000 Beschäftigte. Neben Burghausen sind laut Wacker weitere Standorte betroffen: Nünchritz (200 Stellen), der Unternehmenssitz München (60) und weitere Standorte in Deutschland (insgesamt 50). Die Strukturmaßnahmen sollen laut Mitteilung bis Ende 2027 umgesetzt werden.
Grund für Stellenabbau: Branchenflaute
Der MDax-Konzern hatte das Sparprogramm wegen einer schon lange andauernden Branchenflaute angestrengt. Am Ende sollen die jährlichen Kosten um mehr als 300 Millionen Euro geringer sein.
Ende März beschäftigte Wacker Chemie weltweit knapp 16.200 Menschen, rund 10.600 davon in Deutschland.
Mit Informationen von dpa
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