Surfer auf der Münchner Eisbachwelle (Archivbild)
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Stadt München gibt Eisbachwelle wieder fürs Surfen frei

Stadt München gibt Eisbachwelle wieder fürs Surfen frei

Die Stadt München gibt die Eisbachwelle wieder frei. Dementsprechend gilt wieder die "alte" Allgemeinverfügung, wonach das Surfen unter Einhaltung bestimmter Regeln erlaubt ist. Die Welle habe sich allein wieder aufgebaut, heißt es aus dem Rathaus.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Das Surfen auf der Eisbachwelle im Englischen Garten in München ist ab sofort wieder erlaubt. Der neue Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) gab die Welle mit Veröffentlichung einer angepassten Allgemeinverfügung wenige Stunden nach dem Beschluss über die Bildung der neuen Rathauskoalition frei.

Surfen wieder legal – wenn Regeln eingehalten werden

Somit gilt wieder die "alte" Allgemeinverfügung, wonach das Surfen für "geübte und erfahrene Flusssurfer auf eigene Gefahr" zwischen 5:30 Uhr und 22:00 Uhr erlaubt ist. Zudem müssen Surfer angesichts des tödlichen Unfalls im vergangenen Jahr eine selbstlösende Sicherheitsleine nutzen. So soll verhindert werden, dass ein Surfer in der Strömung mit seinem Brett unter Wasser gezogen wird.

Krause: Surfen ist "Teil des Münchner Lebensgefühls"

"Ich freue mich, dass das Surfen am Eisbach jetzt endlich wieder möglich ist", erklärte der neue Oberbürgermeister Krause. Die Natur habe mitgespielt, die Welle sei wieder da. Das Surfen am Eisbach sei "Teil des Münchner Lebensgefühls", fügte er hinzu.

Die Stadt warnte zugleich davor, dass illegale Befestigungsvorrichtungen oder Vandalismus an der Beschilderung eine abermalige Sperrung der Welle erforderlich machen könnten.

Surfer freuen sich über den Schritt

Der erste Vorsitzende der Interessengemeinschaft Surfen in München, Franz Fasel, zeigte sich erfreut, dass wieder gesurft werden darf. Fasel sagte bei BR24: "Die Stimmung ist natürlich super. Wir hatten einen Riesendruck, die Welle wieder aufzumachen. Wir haben viele Vorversuche gemacht die letzten Monate. Es war immer kompliziert, es war nie einfach. Und jetzt haben wir die beste aller Lösungen eigentlich erst mal. Mutter Natur hat die Welle wieder in Gang gebracht."

Welle nach Bachauskehr über Monate verschwunden

Im vergangenen Jahr hatte der tödliche Unfall einer jungen Surferin zur Sperrung der Welle geführt: Die 33 Jahre alte Frau wurde unter Wasser gedrückt, weil sich ihre Leine unter Wasser verfangen hatte. Die Frau starb später im Krankenhaus. Eine konkrete Ursache für den Unfall konnte nicht ermittelt werden.

In der Folgezeit war das Surfen wieder gestattet, zuletzt vom abgelösten Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aber verboten worden. Nach der sogenannten Bachauskehr im vergangenen Herbst war die Welle durch einen Mangel an natürlichen Hindernissen im Flussbett verschwunden. Unbekannte brachten in der Folge mehrmals künstliche Hindernisse ein, die dann wieder entfernt wurden. Solange es auf dem Bach eine Welle gab, wurde dort auch wieder gesurft – illegal.

Mit Informationen von dpa und AFP

Im Audio: Surfen auf der Eisbachwelle ist wieder legal

Stadt gibt Eisbachwelle offiziell fürs Surfen frei
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