Peter Jungblut

Peter Jungblut

Chefreporter "Kultur aktuell"

Ich schreibe gern über Kulturpolitik und über osteuropäische Befindlichkeiten, mit denen ich mich bereits im Studium beschäftigte. Ein besonderes Anliegen ist mir die russische Kultur und Gesellschaft, die uns geografisch und historisch sehr nahe ist, nicht nur im Baltikum. Ich werde mich stets an die Klage eines liberalen polnischen Diplomaten erinnern, der mir vor vielen Jahren sagte: "Wir Mitteleuropäer wenden euch unser Gesicht zu, aber von euch sehen wir oft nur den Rücken."

Geboren 1961 im westfälischen Dorsten, aufgewachsen ab 1967 in Burghausen an der Salzach, Studium der Neueren Geschichte und Politikwissenschaft in München und Bonn. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katholischen Universität Eichstätt (1988). Seit Februar 1989 beim BR, zunächst als Hospitant und Fernsehreporter, später als Volontär, ab 1991 als politischer Korrespondent in Bonn, seit 1995 in Berlin, vier Jahre später in der Gründungs-Belegschaft des damals neu errichteten ARD-Hauptstadtstudios.

Alle Inhalte von Peter Jungblut

445 Beiträge
Am Front-Abschnitt Saporischschja am 22. April 2026

"Leerdrehende Zahnräder": Wie krisenanfällig ist Putins Armee?

Die treuesten Putin-Fans werden zunehmend ungeduldig, was die militärische Lage betrifft. Die Armee sei lernunwillig, müde und ausgelaugt, so die Beobachter, die einen "Teufelskreis aus Lügen" kritisieren. Kann der Kreml im Abnutzungskrieg bestehen?

Der russische Präsident am 22. April 2026 im Kreml

"Gesellschaft in Aufruhr": Wechselt Putin die Regierung aus?

Die Wirtschaftslage ist düster, die Kriegsaussichten ungewiss, das drückt vor den russischen Parlamentswahlen im Herbst auf die allgemeine Stimmung. Politologen wollen eine Vertrauenskrise wahrnehmen, der Kommunistenchef warnt vor einer Revolution.

Der Darsteller peitscht sich mit blutigem Rücken aus.

Die Mona Lisa kann nichts dafür: Dan Browns "Da Vinci Code"

Vielleicht war Jesus ja doch verheiratet und zeugte Nachkommen? Mit solchen Gedankenspielen hält US-Bestseller-Autor Dan Brown seine Leser in Atem und landete damit 2003 einen Thriller-Erfolg. Jetzt ist eine Theaterfassung auf Deutschlandtour.

Das Ensemble winkt den Zuschauern

Schneegestöber in Québec: So kühl ist die GOP-Show "Seasons"

Die Akrobaten-Truppe "Flip Fabrique" aus Kanadas kaltem Osten führt das Publikum gut gelaunt durch vier Jahreszeiten, aber Eindruck hinterlassen vor allem die herbstlichen und winterlichen Szenen, in denen auch Schneeschaufeln zum Einsatz kommen.

Am 15. April 2026 bei einer Veranstaltung in Moskau

Verleger warnt vor Putins Zensur: Jedes zweite Buch gefährdet

Bücher, die unter Mitwirkung "ausländischer Agenten" entstanden sind, sollen aus russischen Läden und Bibliotheken verschwinden. Das würde mehr als die Hälfte aller Titel betreffen und "erhebliche Probleme" schaffen, warnt Verleger Oleg Nowikow.

Eine 200 Meter lange russische Nationalflagge wird von Kundgebungsteilnehmern getragen

"Front steht still": Verringert Putin territoriale Ansprüche?

Widersprüchliche Signale aus dem Kreml irritieren und verärgern viele russische Propagandisten. Kremlsprecher Peskow behauptete, im Krieg gehe es nur noch um "wenige Kilometer" Gebietsgewinne. Dafür schämen sich die einen, während andere spotten.

Bei einer Festveranstaltung am 24. Februar 2026 in Moskau

"Höchste Zeit für Sorgen": Muss Putin Zensur-Unmut fürchten?

Selbst das staatliche russische Meinungsforschungsinstitut meldet rückläufige Beliebtheitswerte für Putin, was mit der verschärften Netz-Zensur in Verbindung gebracht wird. Deshalb will der Kreml angeblich umsteuern, doch Beobachter sind skeptisch.

(Archivbild) Victor Orbán und Wladimir Putin im Kreml

"Wir haben ihn überschätzt": So enttäuschte Orbán die Putin-Fans

Victor Orbáns Wahlniederlage wird in Russland sehr unterschiedlich bewertet. Während die einen mit verschärften Kampfhandlungen in der Ukraine rechnen, befürchten andere eine "Niederlage" Russlands gegen Europa: "Vielleicht haben wir es verdient."

Beim Musikpreis "Polyton" am 25. März 2026

"Vom Erfolg überrannt ": Herbert Grönemeyer wird 70

Seine charakterstarke, unverwechselbare Stimme irritierte anfangs Musikkritiker wie Publikum, doch der Erfolg kam schnell: Grönemeyer ist einer der bekanntesten deutschen Popsänger und Schauspieler. Zum Geburtstag wird er mit einer ARD-Doku gefeiert.

Franz Biberkopf (George Humphreys) fantasiert über die Seelen von Mensch und Vieh

Zähneputzen an der Spree: "Berlin Alexanderplatz" als Oper

Alfred Döblins Roman aus dem Jahr 1929 beeindruckt auch durch die dort beschriebene Lärmkulisse des damaligen deutschen Industrie- und Verwaltungszentrums. Aber wie lässt sich der Berliner Sound vertonen? Bielefelder Komponisten versuchten es.