Auf dem Foto ist der Große Brombachsee an einem sonnigen Tag zu sehen. Die tief stehende Sonne spiegelt sich auf der Wasseroberfläche. Im Vordergrund erstreckt sich ein sandiges Ufer mit Treibholz und Steinen. Rechts ragen Bäume mit teilweise braun verfärbten Blättern ins Bild. Auf dem See sind mehrere Segelboote zu erkennen; nahe dem rechten Ufer liegt ein kleines Holzboot mit Mast. Im Hintergrund zeichnen sich bewaldete Hügel und das gegenüberliegende Seeufer ab. Der Himmel ist nahezu wolkenlos und blau.
Auf dem Foto ist der Große Brombachsee an einem sonnigen Tag zu sehen. Die tief stehende Sonne spiegelt sich auf der Wasseroberfläche. Im Vordergrund erstreckt sich ein sandiges Ufer mit Treibholz und Steinen. Rechts ragen Bäume mit teilweise braun verfärbten Blättern ins Bild. Auf dem See sind mehrere Segelboote zu erkennen; nahe dem rechten Ufer liegt ein kleines Holzboot mit Mast. Im Hintergrund zeichnen sich bewaldete Hügel und das gegenüberliegende Seeufer ab. Der Himmel ist nahezu wolkenlos und blau.
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Der Große Brombachsee ist Teil des bayerischen Überleitungssystems und liefert derzeit Wasser für den trockenen Norden.
Bildrechte: BR/Philipp Kimmelzwinger
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Der Große Brombachsee ist Teil des bayerischen Überleitungssystems und liefert derzeit Wasser für den trockenen Norden.

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45 Badewannen pro Sekunde: So hilft Bayern dem heißen Main

45 Badewannen pro Sekunde: So hilft Bayern dem heißen Main

Der Main ist zu warm, führt zu wenig Wasser – und bekommt deshalb gerade Nachschub aus Franken. Doch die Reserven sind begrenzt. Wie lange die Wasserhilfe noch reicht, hängt auch vom Pegel des Brombachsees ab.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

27,8 Grad zeigt das Wasser bei Erlabrunn im Landkreis Würzburg. Der Main ist aufgeheizt, die Nächte sind warm, der Abfluss wird geringer. Für die Tiere im Fluss bedeutet das Stress. Und während sich der Main weiter erwärmt, läuft im Hintergrund Bayerns großes Wasser-Überleitungssystem auf Hochtouren.

Neun Kubikmeter Wasser pro Sekunde werden derzeit aus dem Großen Brombachsee und dem Rothsee Richtung Main geschickt. Das entspricht etwa 45 vollen Badewannen – und zwar jede Sekunde.

Wasser fließt über Rezat und Regnitz

Sieben Kubikmeter pro Sekunde kommen aus dem Großen Brombachsee, zwei aus dem Rothsee. Das Wasser fließt unter anderem über die schwäbische Rezat, die Rednitz und die Regnitz schließlich in den Main. Diese Menge soll noch bis Ende kommender Woche abgegeben werden. Danach muss sie voraussichtlich reduziert werden. Der Pegel des Großen Brombachsees ist bereits um rund drei Meter abgesenkt worden.Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Ansbach könnte der See noch um bis zu drei weitere Meter sinken. Damit wäre voraussichtlich bis Oktober eine Wasserabgabe möglich. Allerdings: Für die nächsten bis zu 50 Tage dürfte die Menge zunehmend kleiner werden.

Fische, Wasserpflanzen und andere Lebewesen "unter Druck"

Das zusätzliche Wasser soll dabei nicht in erster Linie die Schifffahrt auf dem Main sichern. Es geht um die Wasserökologie, denn hohe Temperaturen und geringe Abflüsse setzen Fische, Pflanzen und andere Lebewesen unter Druck. Bei warmem Wasser steigt ihr Sauerstoffbedarf – gleichzeitig kann das Wasser weniger Sauerstoff aufnehmen.Die Regierung von Unterfranken hat deshalb den "Alarmplan Main" aktiviert. Zwischen der Landesgrenze zu Hessen bei Kahl am Main und Würzburg gilt inzwischen die Warnstufe: Hier gibt es bereits "gewässerbiologisch kritische Verhältnisse". Von Würzburg bis zum Main-Donau-Kanal bei Bamberg herrscht Vorwarnstufe, "kritische Verhältnisse" sind hier demnach "bald zu erwarten". Noch sind die Sauerstoffwerte im Main unkritisch. Zu einem Fischsterben ist es demnach nicht gekommen. Die Lage wird aber engmaschig beobachtet.

Main fast 28 Grad warm

Die Behörden bitten deshalb um Rücksicht: Fische, die an der Oberfläche nach Luft schnappen, sollen nicht durch schnell fahrende Boote gestört werden. Auch schattige Uferbereiche sollten möglichst unberührt bleiben. Aufgewirbelter Schlamm und Sedimente können den Sauerstoffgehalt zusätzlich belasten.

Besonders warm ist der Fluss derzeit im Raum Würzburg, Erlabrunn und Kitzingen. Im Drei-Stunden-Mittel liegen die Temperaturen dort zwischen 26 und 27 Grad. An der Staustufe Erlabrunn wurden Spitzenwerte von fast 28 Grad gemessen. Die Staustufen machen die Situation zusätzlich schwierig. Sie bremsen die Fließgeschwindigkeit – dadurch kann sich das Wasser stärker aufheizen.

Vier Milliarden Kubikmeter seit 1993

Dass der Main in trockenen Zeiten Wasser aus dem Rest Bayerns bekommen kann, ist kein neues System. Die Wasserüberleitung wurde vor 40 Jahren offiziell eingeweiht. Der Bayerische Landtag hatte den Bau bereits 1970 beschlossen.

Seit 1993 wurden nach Angaben des Umweltministeriums mehr als vier Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Donauraum nach Nordbayern geleitet. Im Durchschnitt sind es rund 150 Millionen Kubikmeter pro Jahr. 2020 wurde mit fast 268 Millionen Kubikmetern ein Rekord erreicht.Das gesamte Überleitungssystem kostete rund 460 Millionen Euro. Heute fallen nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Ansbach jährlich etwa 5,5 Millionen Euro für die Wasserüberleitung an.

Die Donau kann derzeit nicht helfen

Eigentlich kann zusätzlich Wasser aus der Donau über den Main-Donau-Kanal in Richtung Main geleitet werden. Doch aktuell kommt darüber kein Wasser. Der Grund: Am Pegel Kelheimwinzer wird der erforderliche Mindestabfluss von 140 Kubikmetern pro Sekunde weiterhin unterschritten. Der Große Brombachsee und der Rothsee im Fränkischen Seenland müssen deshalb die Aufgabe übernehmen.

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