Mehr Platz fürs Rad: Sternfahrt des ADFC in München
Mehr Platz fürs Rad: Sternfahrt des ADFC in München
Bild
Mehr Platz fürs Rad: Sternfahrt des ADFC in München
Bildrechte: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Schlagwörter
Bildrechte: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
Videobeitrag

Mehr Platz fürs Rad: Sternfahrt des ADFC in München

Videobeitrag
>

ADFC-Sternfahrt: Mehr Sicherheit für radelnde Kinder gefordert

ADFC-Sternfahrt: Mehr Sicherheit für radelnde Kinder gefordert

Mit dem Rad zur Schule – das muss für Kinder auch in der Stadt möglich sein. Viele Eltern halten den Verkehr in München aber für zu gefährlich. Ihre Forderung bei der ADFC-Sternfahrt: Die Stadt muss sicherer werden für Kinder auf dem Fahrrad.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Die zwölfjährige Aurelia aus München fährt jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule. Auf ihrem Schulweg endet der Radweg an einer Stelle einfach, sie muss dann neben den Autos auf der Straße weiterfahren. Und die überholen oft, so Aurelia, viel zu knapp – so knapp, dass sie manchmal anhalten muss. Sie wünscht sich deshalb Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit in der Stadt. Ihre Mutter Amelie Ebke ergänzt: Mehr vom Straßenverkehr getrennte Radwege würden das Radeln in München für Kinder sicherer machen.

Forderung: Breite Radwege, autofreie Straßen vor Schulen

Aurelia und Amelie Ebke haben deshalb am Sonntag an der Fahrrad-Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in München teilgenommen. Die Veranstalter schätzten, dass rund 10.000 Radfahrer zur Schlusskundgebung auf dem Königsplatz kamen. Die Polizei spricht von rund 6.500 Teilnehmern. Teils kamen diese aus Augsburg oder Rosenheim nach München.

Im Mittelpunkt standen Forderungen nach mehr Sicherheit für radelnde Kinder in der Stadt. Der ADFC fordert breite Radwege, auf denen Eltern neben ihren Kindern fahren können, keine parkenden Autos auf Radwegen und autofreie Zonen vor Schulen und Kitas.

Andreas Schön, Vorsitzender des ADFC München, sagte, es dürfe nicht sein, dass Eltern ihre Kinder nicht in der Stadt radeln ließen, weil das zu gefährlich sei. Das führe dazu, dass Kinder das Fahrradfahren erst gar nicht lernen.

Erstmals Oberbürgermeister bei Sternfahrt dabei

Zum ersten Mal nahm mit dem frisch gewählten Dominik Krause von den Grünen ein Oberbürgermeister an der ADFC-Sternfahrt teil. Krause ist selbst viel mit dem Fahrrad in der Stadt unterwegs. Er plädierte für Augenmaß beim Umbau der Verkehrs-Infrastruktur – die meisten Münchner seien mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs. Ohnehin könne es nicht immer die großen baulichen Veränderungen geben, denn das Geld fehle. Die Stadt, so Krause, müsse eher kreative Lösungen finden.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!