Auf dem Marienplatz in Dingolfing steht ein beleuchteter Weihnachtsbaum. Archivbild vom 13. Dezember 2025
Auf dem Marienplatz in Dingolfing steht ein beleuchteter Weihnachtsbaum. Archivbild vom 13. Dezember 2025
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Die vier Männer die wegen Anschlagsplänen auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern festgenommen wurden, sind alle wieder auf freiem Fuß.
Bildrechte: picture alliance/dpa/NEWS5 | Lars Haubner
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Die vier Männer die wegen Anschlagsplänen auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern festgenommen wurden, sind alle wieder auf freiem Fuß.

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Anschlagspläne auf Weihnachtsmarkt: Alle Verdächtigen frei

Anschlagspläne auf Weihnachtsmarkt: Alle Verdächtigen frei

Im Dezember sind vier Männer festgenommen worden, die einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern geplant haben sollen. Jetzt sind alle wieder auf freiem Fuß - aber nicht mehr alle in Deutschland. Abgeschlossen ist der Fall damit nicht.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Niederbayern am .

Alle Männer, die im Dezember 2025 wegen mutmaßlicher Anschlagspläne auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern festgenommen wurden, sind mittlerweile aus der Haft entlassen worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München dem BR mitteilte, seien die "milderen Maßnahmen derzeit verhältnismäßig".

Drei Abschiebungen direkt aus U-Haft

Die drei Männer im Alter von 22, 28 und 30 Jahren, die sich bereit erklärt haben sollen, den Anschlag auszuführen, seien direkt aus der Untersuchungshaft in ihr Heimatland Marokko abgeschoben worden. Das habe das Landesamt für Asyl und Rückführungen angeordnet. Die Gefahr einer Wiedereinreise sei als gering einzuschätzen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft dem BR.

Mutmaßlicher Drahtzieher wieder in Niederbayern

Auch der 56-jährige Ägypter, der in einer Moschee zum Attentat aufgerufen haben soll, ist nicht mehr in Untersuchungshaft. Sein Haftbefehl wurde gegen strenge Meldeauflagen außer Vollzug gesetzt. Er darf sich derzeit frei bewegen. Nach BR-Recherchen betreibt er einen Autohandel im Landkreis Dingolfing-Landau. Er gilt als mutmaßlicher Kopf der Gruppe.

Im Netz finden sich mehrere Spuren des 56-jährigen Ägypters. In einem Video vom Dezember 2024 steht der Mann auf seinem Autohof vor einer Palästina-Flagge und geht explizit auf die Situation in Gaza ein: "Natürlich vergessen wir in dieser Situation nicht, dass wir gegen die Zionisten beten und um Vergeltung/Rache an den unterdrückerischen Machthabern bitten. Möge Gott sie auf schlimmste Weise bestrafen, jene, die unseren palästinensischen Brüdern, den Vertriebenen in Gaza, nicht helfen."

Weiterer Unterstützer ebenfalls auf freiem Fuß

Der 37-jährigen Syrer, der die Anschlagspläne unterstützt haben soll, ist bereits seit längerem auf freiem Fuß. Er wurde kurz nach Weihnachten aus der Präventivhaft entlassen. Dort konnte er nur zeitlich begrenzt festgehalten werden, um die Begehung einer Straftat zu verhindern.

Ermittlungen laufen weiter

Die Männer sollen einen mutmaßlichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing-Landau geplant haben. Die Tat hätte wohl mit einem Fahrzeug verübt werden sollen. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Motiv aus.

Das Verfahren ist laut Generalstaatsanwaltschaft noch nicht eingestellt, die Ermittlungen laufen weiter. Es müssen unter anderem Datenträger wie Handys und Computer ausgewertet werden. Ob dann Anklage erhoben wird und der Fall vor Gericht kommt, ist demnach noch offen.

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