Viele Menschen können sich eine Silvesternacht ohne Feuerwerk nicht vorstellen. Doch schon seit Jahren wird auch Kritik laut: Umweltschützer kritisieren die Belastung für die Natur, Tierschutzverbände weisen auf die Risiken für Tiere hin und Notaufnahmen bereiten sich Jahr für Jahr auf eine erhöhte Patientenzahl vor. Immer wieder gibt es Forderungen nach einem gänzlichen Böllerverbot.
Ist ein Feuerwerk als kultureller Wert anzusehen oder überwiegen die Risiken und Gefahren? Darüber haben wir mit Klaus Gotzen vom Interessenverband der Pyroindustrie (VPI) sowie Kristina Berchtold vom Tierschutzverein München gesprochen. Das Video zum Livestream finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage des TÜV-Verbandes will nur gut jeder fünfte Bundesbürger, rund 22 Prozent, zum Jahreswechsel privates Feuerwerk zünden. 74 Prozent geben an, auf pyrotechnische Artikel wie Raketen, Fontänen oder Böller zu verzichten, vier Prozent wissen es noch nicht oder machen keine Angabe.
Zwei Drittel der Befragten für ein Feuerwerksverbot
Knapp zwei Drittel der Bevölkerung, nämlich 65 Prozent, sprechen sich laut Umfrage für ein vollständiges oder teilweises Feuerwerksverbot aus. 43 Prozent seien für ein generelles Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk mit Ausnahme von Kleinstfeuerwerk wie Wunderkerzen oder Tischfeuerwerk, hieß es. 22 Prozent plädieren für ein Verbot von Böllern und Knallkörpern. 33 Prozent lehnen laut der Umfrage jegliche Verbote ab.
Mit Informationen von KNA
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