Bundestagsabgeordneter Carsten Träger (SPD) am 24.09.2025 bei  der Bundespressekonferenz zum Jubiläum des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. Biologische Vielfalt erhalten - Nationale Biodiversitätsstrategie umsetzen
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Fürther Bundestagsabgeordnete Carsten Träger gestorben
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Fürther Bundestagsabgeordneter Carsten Träger gestorben

Fürther Bundestagsabgeordneter Carsten Träger gestorben

Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Umweltstaatssekretär Carsten Träger ist im Alter von 52 Jahren im Urlaub plötzlich gestorben. Der gebürtige Fürther hatte seine Laufbahn als Stadtrat begonnen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Der Fürther Bundestagsabgeordnete Carsten Träger ist tot. Der 52 Jahre alte SPD-Politiker ist am Samstag während eines Skiurlaubs in Innsbruck zusammengebrochen, bestätigte eine Sprecherin des SPD-Bezirks Mittelfranken auf BR-Nachfrage am Sonntagvormittag.

Vom Fürther Stadtrat zum Umweltstaatssekretär in Berlin

Träger war ab 2002 Stadtrat in seiner Geburtsstadt Fürth. Seit 2013 war er Mitglied des Deutschen Bundestags. Seit vergangenem Jahr war Träger Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei Töchter.

Die SPD-Bundestagsfraktion trauert: Der Vorsitzende Matthias Miersch schreibt in einer Pressemitteilung: "Wir sind tief erschüttert. Carsten Träger war Umweltpolitiker mit Leib und Seele, ein leidenschaftlicher Sozialdemokrat und ein warmherziger Mensch. Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau und seinen beiden Töchtern."

Trauerbeflaggung in Berlin

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) teilte mit, dass die Nachricht von seinem überraschenden Tod sie tief betroffen mache. "Im Namen des Deutschen Bundestages spreche ich seiner Familie und den Angehörigen mein tief empfundenes Mitgefühl aus. Ich wünsche ihnen alle Kraft in dieser schwierigen Zeit."

Klöckner ordnete nach eigenen Angaben Trauerbeflaggung auf den Liegenschaften des Deutschen Bundestages an. Im Reichstagsgebäude soll ein Kondolenztisch aufgestellt werden. Am Mittwoch werde der Bundestag Carsten Träger im Plenum gedenken.

BayernSPD bestürzt über Tod eines "prägenden Sozialdemokraten"

Die Landesleitung der BayernSPD zeigte sich ebenfalls bestürzt und nannte Träger in einer Pressemitteilung "einen prägenden Sozialdemokraten, der unsere Partei über Jahrzehnte hinweg mit Leidenschaft, Haltung und klarem Wertekompass gestaltet hat".

Carsten Träger sei seit über 30 Jahren Mitglied der SPD und Sozialdemokrat aus tiefster Überzeugung gewesen. Ob als Unterbezirks- und Bezirksvorsitzender in Mittelfranken, als Bundestagsabgeordneter, als Vorsitzender der BayernSPD-Landesgruppe oder zuletzt als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium – er habe Verantwortung übernommen, wo sie gebraucht wurde, und dabei stets die Interessen der Menschen in Bayern fest im Blick behalten.

Als leidenschaftlicher Umweltpolitiker habe er sich mit großer Fachkenntnis und Überzeugungskraft für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen eingesetzt und ökologische Verantwortung mit sozialer Gerechtigkeit verbunden, so die BayernSPD.

"Herausragender Politiker, aufrichtiger Mensch und enger Freund"

Als Spitzenkandidat habe Träger die BayernSPD in den vergangenen Bundestagswahlkampf geführt und der Partei Gesicht, Stimme und Richtung gegeben. Sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit, für Zusammenhalt und für eine nachhaltige Zukunft habe weit über Bayern hinaus gewirkt. "Wir verlieren nicht nur einen herausragenden Politiker, sondern einen aufrichtigen Menschen, einen verlässlichen Genossen und einen engen Freund. Seine Zugewandtheit, seine Menschlichkeit und seine Lebensfreude haben ihn ausgezeichnet und werden uns unvergessen bleiben", heißt es weiter.

Die beiden Landesvorsitzenden der BayernSPD, Ronja Endres und Sebastian Roloff, erklärten: "Carsten Träger hat die bayerische Sozialdemokratie geprägt wie nur wenige. Mit großer Klarheit und zugleich mit Wärme und Respekt im Umgang mit anderen hat er für unsere Werte gestritten. Als Umweltpolitiker hat er früh erkannt, dass ökologische Fragen immer auch soziale Fragen sind – und genau dafür hat er gekämpft. Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke – politisch wie menschlich."

Über Nachfolge soll "zu gegebener Zeit" entschieden werden

Zu einer möglichen Nachfolge im Bundestag äußerte sich die SPD nicht und bat darum, zunächst der Trauer Raum zu geben. Alles Weitere werde man "zu gegebener Zeit" beraten. Bundestagsnachrücker wäre laut bayerischer Landesliste der junge Amberger SPD-Politiker David Mandrella.

Mit Informationen der dpa

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