Männer in Leuchtwesten begutachten Meter für Meter die Gleise zwischen Rosenheim und Raubling. Die Experten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung suchen nach Hinweisen zur Unfallursache. Die Entgleisung des mit Gefahrgut beladenen Kesselwagens geschah offenbar im Bereich Gewerbegebiet Oberfeld.
Bundespolizei Rosenheim nimmt Hinweise entgegen
Der verunglückte Waggon, beladen mit giftigem und leicht entzündlichem Stoff, steht für die Ermittler noch auf der Strecke. Offenbar entgleiste der Waggon im Bereich des Gewerbegebietes Oberfeld. Der Lokführer brachte den Güterzug auf Höhe Raubling dann zum Stehen. Dazwischen kam es zu erheblichen Schäden an Schienen und Schwellen, weil der entgleiste Waggon jenseits der Schienenstränge fuhr.
Die Bundespolizei Rosenheim spricht von einem Schaden in Millionenhöhe. Laut Deutsche Bahn werden Umfang sowie die Höhe des Schadens aktuell noch untersucht. Die Bundespolizei Rosenheim sucht nun nach Zeugen, die am Nachmittag des Silvestertages etwas im Bereich Oberfeld/Pfraundorf/Raubling bemerkt haben und Angaben machen können.
Reparatur bis Ende Januar
Nach wie vor ist die Bahnstrecke Rosenheim und Kufstein nur eingleisig befahrbar. Das betroffene Gleis bleibt weiterhin gesperrt. Der Nah- und Fernverkehr rolle in beide Richtungen, es komme nur vereinzelt zu Einschränkungen, so die Deutsche Bahn (DB). Sie bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt über ihre Verbindungen zu informieren.
Laut DB wird die Reparatur und vollständige Freigabe der Strecke nach aktuellem Stand voraussichtlich bis Ende Januar dauern.
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