Der bayerische Busverkehr ist unterfinanziert und die rund 220 Busunternehmer in Bayern können ihre vertraglichen Verpflichtungen immer schwerer voll erfüllen. Nun schlägt der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) Alarm und fordert vom Freistaat eine verlässliche und langfristige Finanzierungszusage. Denn der Bus sei gerade im ländlichen Raum wie Ostbayern ein unverzichtbares Verkehrsmittel - sowohl für die Schulkinder als auch im öffentlichen Personennahverkehr.
In Bayern fehlen 4.000 Busfahrer
Der ÖPNV ist laut LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl dramatisch unterfinanziert, die Verkehrsverträge seien nicht kostendeckend. Außerdem fehlten den bayerischen Busunternehmern rund 4.000 Busfahrerinnen und Busfahrer. Der Verband fordert deshalb auch auskömmliche und mittelstandsfreundliche Verträge, den Abbau der Bürokratie sowie eine Reform des Führerscheinrechts.
Auch der Landrat von Cham, Franz Löffler (CSU), der auch Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr beim Bayerischen Landkreistag ist, ruft Bund und Freistaat in die Pflicht: "Die Herausforderungen vieler Landkreise zur Finanzierung des ÖPNV sind enorm", sagt er. Darum müsste die öffentliche Hand "endlich handeln und eine zukunftsfähige Finanzierungsgrundlage auf die Beine stellen".
Bayerischer Verkehrsminister: "Mittel schon deutlich aufgestockt"
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sagte, die Staatsregierung nehme diese Sorgen "sehr ernst". Der ÖPNV im Freistaat entwickle sich sehr gut. Bernreiter verwies auf Angebote wie Rufbusse oder On-Demand-Verkehr, die flexibel auf die Bedürfnisse der Fahrgäste reagieren können.
"Unser Ziel bleibt ein flächendeckender ÖPNV im ländlichen Raum und genügend Kapazitäten in den Ballungsräumen", sagte der Minister. "Der Freistaat hat die Mittel im kommunalen Finanzausgleich daher deutlich aufgestockt und wird zusätzlich rund 850 Millionen Euro ins System geben. Das ist eine kraftvolle Unterstützung der Kommunen, die auch dem ÖPNV zugutekommt."
Mit Informationen der dpa
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