11.09.2026, Bayern, Oberstaufen: Hirten führen eine Rinderherde ins Tal. In den kommenden Wochen werden in etlichen Orten im Alpenraum die Tiere von den Bergweiden wieder ins Tal gebracht. Unten werden die Tiere auf dem Scheidplatz gesammelt und an ihre Besitzer zurückgegeben. Diese Prozedur nennt man im Allgäu Viehscheid. Foto: Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
11.09.2026, Bayern, Oberstaufen: Hirten führen eine Rinderherde ins Tal. In den kommenden Wochen werden in etlichen Orten im Alpenraum die Tiere von den Bergweiden wieder ins Tal gebracht. Unten werden die Tiere auf dem Scheidplatz gesammelt und an ihre Besitzer zurückgegeben. Diese Prozedur nennt man im Allgäu Viehscheid. Foto: Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Beginn der Viehscheid-Saison im Allgäu
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Beginn der Viehscheid-Saison im Allgäu

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Viehscheide im Allgäu: Trotz Trockenheit guter Alpsommer

Viehscheide im Allgäu: Trotz Trockenheit guter Alpsommer

Mit den ersten Viehscheiden geht am Freitag der Allgäuer Alpsommer zu Ende. Trotz der Trockenheit ziehen die Älpler eine positive Bilanz der Saison. Nur die Trockenheit bereitet ihnen Sorge. Und der Wolf.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Im Allgäu ist der Alpsommer zu Ende und die ersten Herden verlassen seit dem heutigen Freitag die 700 Allgäuer Alpen. Los geht es mit den Viehscheiden in Oberstaufen, Bad Hindelang, Schöllang und Balderschwang. Unten im Tal werden die rund 30.000 Rinder – vor allem Jungvieh, aber auch Milchkühe – wieder an ihre Besitzer übergeben.

Trockenheit erforderte Wassertransporte auf die Alpen

Für die Älpler ist es ein großer Moment, die Tiere ins Tal zu bringen, sagt Christian Brutscher, Vorsitzender des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu (AVA). "Wenn die die großen Schellen anhaben und man mit denen runtergeht durch die Ortschaften – da ist jeder Hirte und jeder, der mit der Alpwirtschaft verbunden ist, stolz."

Brutscher zieht trotz der Trockenheit eine positive Bilanz der Saison. Im Allgemeinen sei es schon ein guter Sommer gewesen. Bei den Tieren habe es wenige Unfälle gegeben – abgesehen von einigen Fußbrüchen und einem Blitzschlag. Abstürze wie in anderen Jahren verzeichneten die Älpler keine.

Ein großes Problem war in diesem Sommer aber die Trockenheit: "Es gab viele Alpen, die Wasser fahren mussten im August", sagt AVA-Vorstand Brutscher. "Und viele pumpen Wasser hoch, weil es anders gar nicht mehr möglich ist."

Wolf erobert die Allgäuer Alpen

Der Wolf war auch in diesem Jahr wieder ein großes Thema unter den Älplern: Es habe viele Sichtungen gegeben, vor allem nachts auf Wildkameras. "Risse sind aber bis jetzt – Gott sei Dank – ausgeblieben", so Brutscher.

Die Älpler seien froh, dass die Landratsämter im südlichen Allgäu nun eine Allgemeinverfügung zum Abschuss eines Wolfs erlassen haben. "Weil: Wenn ein Riss ist, dann muss das gleich passieren, dass man einen Wolf schießen oder entnehmen kann."

Viehscheide als touristische Attraktion

Für Alpbauern wie Touristen ist der Viehscheid ein wichtiger Termin im Kalender. "Das ist die Fünfte Jahreszeit für uns im Allgäu", sagt AVA-Vorstand Brutscher. "Das ist eine alte Tradition. Da lebt das ganze Allgäu davon, besonders auch der Tourismus."

Bis Anfang Oktober finden in vielen Allgäuer Orten Viehscheide statt. Die Termine sind auf der Internetseite der Tourismusgesellschaft Allgäu GmbH [externer Link] zu finden.

Im Video: Viehscheid in Kranzegg (09.09.2025)

Viehscheid in Kranzegg
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Viehscheid in Kranzegg

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