Auch fast eine Woche nach dem Cyber-Angriff auf die Kreisklinik Roth ist unklar, wer die Täter waren.
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Auch fast eine Woche nach dem Cyber-Angriff auf die Kreisklinik Roth ist unklar, wer die Täter waren.
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Philip Dulian
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"Vorsichtiges Durchatmen" nach Cyber-Angriff auf Rother Klinik

"Vorsichtiges Durchatmen" nach Cyber-Angriff auf Rother Klinik

Auch fast eine Woche nach der Cyber-Attacke auf die IT-Systeme der Kreisklinik Roth sind die Untersuchungen nicht abgeschlossen. Das LKA ermittelt weiter. Zu den Tätern gibt es noch keine Angaben. Kliniken sind häufig ein Ziel von Cyber-Attacken.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Das neue Jahr ist nicht gut gestartet für die Kreisklinik Roth. Am 07. Januar 2026 gab es einen Cyber-Angriff auf die IT-Systeme des Krankenhauses, noch immer sind diese vom Internet getrennt. Die Auswirkungen des Angriffs seien auch noch zu spüren, die Patientenversorgung aber nicht gefährdet, heißt es in einer Mitteilung des zuständigen Landratsamtes Roth.

Noch keine Hinweise auf Täter

Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen. Zu der Frage, wer den Angriff verübt habe, könne weiterhin keine Aussage gemacht werden, so das Landratsamt. Vergangenen Mittwoch (07.01.2026) musste vorübergehend die Notaufnahme der Klinik geschlossen werden, konnte aber am Donnerstag bereits wieder öffnen. So lange die Klinik nicht mit dem Internet verbunden ist, müssen radiologische Befunde oder Laborbefunde beispielsweise per Fax übermittelt werden.

"Vorsichtiges Durchatmen"

Inzwischen gebe es aber "ein vorsichtiges erstes Durchatmen" an der Kreisklinik, heißt es in der Mitteilung. Denn die Computer-Systeme seien nach ersten Erkenntnissen nicht nachhaltig beschädigt oder verändert worden. Der Cyber-Angriff sei schon frühzeitig in der Erkundungsphase erkannt und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen seien eingeleitet worden. Mit einer Wiederinbetriebnahme des Netzwerkes sei in den nächsten Tagen zu rechnen. Klinik-Vorständin Nadine Ortner betonte: "In den Normalmodus werden wir aber erst gehen, wenn wir ganz sicher sind, dass keine Gefahr mehr besteht."

Kliniken häufig Ziel von Cyber-Attacken

Krankenhäuser gehören zur kritischen Infrastruktur und sind dadurch häufig Attacken von Cyber-Kriminellen ausgesetzt, heißt es in einem Bericht der AOK vom Oktober 2025. Meistens hätten es die Täter auf Lösegeld abgesehen. Da der Druck bei Krankenhäusern hoch ist, dass alle Systeme funktionieren, hoffen die Kriminellen auf eine höhere Bereitschaft zu zahlen. Daneben sind auch Attacken denkbar, die darauf abzielen, die Bevölkerung zu verunsichern und den Staat zu destabilisieren.

Gesundheitssystem besser schützen

Bisher seien zudem besonders kleinere Kliniken oft nicht gut geschützt. Die Gesundheitsversorgung habe häufig Vorrang vor dem Thema IT-Sicherheit, oft fehle es auch an entsprechend geschultem Personal und einem Budget für ausreichende Sicherheitsausstattung. Doch wenn ein Angriff das IT-System lahm gelegt hat, entstehen dadurch ebenfalls hohe Kosten. In Roth setzen die Sicherheitsexperten jetzt alles daran, dass die Computer-Systeme in einigen Tagen wieder ans Netz gehen können. Bis dahin ist die Klinik telefonisch erreichbar.

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