In einem Einkaufswagen im Supermarkt liegen verschiedene Lebensmittel.
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Symbolbild Lebensmitteleinkauf
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Weihnachtseinkäufe last minute: Was wie lange geht

Weihnachtseinkäufe last minute: Was wie lange geht

Kurz vor Weihnachten steht bei vielen noch ein Großeinkauf an, um Lebensmittel und Getränke für Heiligabend und die Feiertage zu kaufen. Trotz Last-minute-Einkauf sind die Kunden in Bayern bei Lebensmitteln insgesamt etwas zurückhaltender geworden.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Niederbayern und Oberpfalz am .

In den letzten Tagen vor Weihnachten steht bei vielen Familien ein Großeinkauf auf der To-Do-Liste – für das Essen an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen.

Wer diesen Einkauf noch nicht erledigt hat, für den ist es noch nicht zu spät: Laut dem bayerischen Ladenschlussgesetz dürfen Geschäfte an Heiligabend bis 14 Uhr öffnen. Teilweise würden Lebensmitteleinzelhändler allerdings schon gegen Mittag schließen, erklärte Bernd Ohlmann, Sprecher des Handelsverbands Bayern, im Interview. An Bahnhöfen und an Flughäfen dürften Geschäfte an Heiligabend sogar bis 17 Uhr öffnen, das sei der sogenannte Reisebedarf, so Ohlmann.

Schlangen an Kasse und Theke: Kunden müssen Geduld mitbringen

Als Kunde sollte man jedoch beachten, dass die Schlangen an den Kassen und Theken aktuell länger sein könnten als gewöhnlich. Denn die Tage kurz vor Weihnachten und Silvester sind für den Lebensmitteleinzelhandel in Bayern laut Handelsverband Umsatzspitzen. Trotz dieser Umsatzspitzen ist in diesem Jahr eine Zurückhaltung der Kunden zu spüren, so Ohlmann: "Die Menschen achten auf Rabattaktionen, achten auf Sonderangebote, es werden vielleicht nicht so teure Weine gekauft."

Kunden würden außerdem vermehrt auf Eigenmarken zurückgreifen, so Ohlmann. Diese Zurückhaltung habe sich bereits im gesamten Jahr als auch im Vorjahr gezeigt. "Die Menschen denken an die Energiekrise, an die Inflation, an die weltpolitischen Krisen. Das dämpft die Kauflaune und das merkt man auch beim Lebensmitteleinkauf."

Nikoläuse und Adventskalender nach Weihnachten reduziert

Deutlich sei die Zurückhaltung beispielsweise bei Schokolade, wie neben dem Handelsverband Bayern auch der Edeka-Markt in Burglengenfeld im Landkreis Schwandorf merkt. Hier wurden in diesem Jahr deutlich weniger Nikoläuse und Adventskalender verkauft, wie die Burglengenfelder Marktleiterin Maria Reitmeier im BR24-Interview erzählte. Nach Weihnachten würden diese Artikel reduziert.

Hohes Stresslevel im Verkauf vor dem Fest

Trotz verhaltener Weihnachtseinkäufe – die alljährlichen Umsatzspitzen machen sich auch hier bemerkbar: Das gesamte Stammpersonal von 50 Mitarbeitern wird aktuell gebraucht, so Reitmeier. Und auch bei der Metzgerei Gierstorfer aus Pfatter im Landkreis Regensburg ist kurz vor Weihnachten allerhand zu tun, unter anderem wegen der Vorbestellungen, wie Fleischermeister Artur Gierstorfer erzählte. Ein Teil der Belegschaft beginne bereits um Mitternacht mit der Arbeit, das Stresslevel sei "wahnsinnig hoch". Er appelliert daher an die Kunden, Geduld zu haben, falls es doch mal etwas länger dauert.

Einen ähnlichen Appell hat auch Maria Reitmeier aus dem Edeka-Markt in Burglengenfeld: "Dass sie am besten geduldig mit anderen Kunden und auch mit Verkäufern sind." Gleichzeitig betont Reitmeier, dass ihre Kunden "besonders in der Vorweihnachtszeit sehr zuvorkommend sind".

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