Zwei Weihnachtsbäume in einem verschneiten Garten in Bayern.
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Wie steht es dieses Jahr um weiße Weihnachten in Bayern?
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Weiße Weihnachten? Regional stehen die Chancen in Bayern gut

Weiße Weihnachten? Regional stehen die Chancen in Bayern gut

Schnee zu Weihnachten – für viele ist das der große Wunsch. In den vergangenen Jahren blieb er aber meist unerfüllt. Heuer könnte es aber in einigen Regionen in Bayern mit dem Schnee an Heiligabend klappen. Außerdem wird es deutlich kälter.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

An Heiligabend gelangt am Rande der umfangreichen Hochdruckzone Hella-Inka mit Zentrum über dem südlichen Skandinavien und dem Baltikum aus dem Osten Europas kalte Luft nach Bayern. Gleichzeitig lenkt Tief Nils mit Kern über Korsika von Südosten her feuchtere Luft über die Alpen zu uns. Zusätzlich zieht an Heiligabend ein kleines Höhentief von Südpolen und Tschechien westwärts über Bayern hinweg. Somit sind zumindest gebietsweise die Zutaten für regional etwas Schnee gegeben.

Im Süden und vom Frankenwald bis zum Bayerischen Wald etwas Schnee

In weiten Teilen Bayerns herrscht an Heiligabend bewölktes bis trübes Wetter, sonnige Abschnitte gibt es vor allem in Unterfranken und nachmittags lockert es auch im Südosten Niederbayerns etwas auf. Besonders im Süden Bayerns sowie in den Nordost- und Oststaulagen von Frankenwald, Fichtelgebirge, Oberpfälzer und Bayerischem Wald kommt es zeit- und gebietsweise zu leichten Schneefällen oder ein paar Flocken. In den Morgenstunden ist im Alpenvorland lokal etwas Schneeregen oder gefrierender Sprühregen mit Glätte möglich.

Heiligabend von grün über leicht gezuckert bis 5 Zentimeter Schnee

In weiten Teilen Schwabens, im südlichen Oberbayern sowie vom Frankenwald über das Fichtelgebirge und den Oberpfälzer bis zum Bayerischen Wald kann es bis zum Abend stellenweise für eine angezuckerte Landschaft oder eine dünne Schneeschicht von 1 bis 3 Zentimeter reichen, an den Alpen sind örtlich bis zu fünf Zentimeter Schnee möglich. In weiten Teilen Frankens, der Oberpfalz und an der niederbayerischen Donau wird es grün bleiben. Die Höchstwerte reichen von -3 Grad örtlich im Frankenwald bis zu +3 Grad im Landkreis Aschaffenburg, wobei es ab dem Mittag von Osten her kälter wird.

Dazu weht ein stark böiger, in freien Lagen sowie in den Kammlagen der Mittelgebirge und auf den Alpengipfeln in Böen stürmischer Nordost- bis Ostwind, der uns die Temperaturen nochmals 5 bis 8 Grad kälter vorkommen lässt. Damit ist es an Heiligabend – wenn es schon nur regional in Bayern etwas Schnee gibt – winterlich kalt.

Richtung Erzgebirge, Thüringer Wald und Harz vereinzelt, in den Südalpen mehr Schnee

Auch in den Nordoststaulagen von Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge wird es an Heiligabend einige wenige Zentimeter Schnee geben. Mehr Schnee fällt vor allem in den Südtiroler Alpen, in Osttirol, Kärnten und der südlichen Steiermark sowie in den Bergen Sloweniens und dem Norden Kroatiens. Hier sind an Heiligabend bis zum Abend 5 bis 8 Zentimeter Neuschnee, in Teilen der südlichen Steiermark sowie in den Bergen Sloweniens und dem Norden Kroatiens 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee möglich.

An den Weihnachtstagen oft sonnig, aber frostig

Nachdem das Höhentief bereits in der Nacht zum ersten Weihnachtstag nach Frankreich abzieht, bestimmt die umfangreiche und kräftige Hochdruckzone über dem südlichen Skandinavien und dem Baltikum an beiden Weihnachtsfeiertagen das Wetter in Bayern. Aus dem Osten Europas strömt trockene und kalte Luft heran und somit gibt es nach Auflösung örtlicher Nebelfelder viel Sonnenschein. Nur in Teilen des Alpenvorlands und im Umfeld der Donau zwischen Ulm und Ingolstadt hält sich jeweils bis Mittag oder in den Nachmittag hinein zäher Nebel und Hochnebel. Die Höchstwerte liegen am ersten Feiertag zwischen -5 und +3 Grad, am zweiten Feiertag zwischen -1 und +4 Grad.

Dabei weht am ersten Weihnachtstag ein in Böen starker Nordost- bis Ostwind, der uns die Temperaturen deutlich kälter vorkommen lässt, am zweiten Weihnachtstag flaut der Wind etwas ab, ist aber immer noch spürbar und kalt. In den Nächten gibt es Frost von -1 bis -7 Grad, in ungünstigen Lagen von Frankenwald und Fichtelgebirge sinken die Temperaturen bis nahe -10 Grad. In den Gebieten, wo sich in den Nächten Nebel bildet, kann es örtlich zu Straßenglätte kommen.

Im Video: Warum sind weiße Weihnachten so selten?

Ein verschneiter Tannenbaum in einer weißen Winterlandschaft. Viele von uns wünschen sich weiße Weihnachten. Doch das Weihnachtstauwetter macht uns oft einen Strich durch die Rechnung. Warum gibt es so selten Schnee an Weihnachten?
Bildrechte: Wochit/Getty Images
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Weiße Weihnachten

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