Starker Regen hat in Bayern mancherorts zu überfluteten Kellern und überschwemmten Unterführungen geführt. Die Polizei meldete auch mehrere Unfälle, unter anderem wegen Aquaplaning. Zwei Menschen wurden leicht verletzt.
Zwei Verletzte bei Unfällen auf nasser Straße
Im Landkreis Traunstein verlor ein 26-Jähriger auf der Bundesstraße 307 zwischen Schleching und Marquartstein auf der nassen Straße die Kontrolle über seinen Wagen. Er kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Dabei zog er sich leichte Verletzungen zu.
Im Nürnberger Land geriet eine 26-Jährige auf der A9 nahe Schnaittach bei Starkregen mit ihrem Auto ins Schleudern. Ihr Wagen prallte gegen die Betonleitwand. Sie verletzte sich bei dem Unfall ebenfalls leicht. Bei der Aufnahme stellten die Beamten fest, dass die Autoreifen massiv abgefahren waren. Deshalb erwartet die junge Frau ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg.
Autos geraten durch Aquaplaning ins Schleudern
Ein weiterer Unfall wurde aus dem Landkreis Dingolfing-Landau gemeldet. Dort kam ein 27-Jähriger auf der A92 kurz vor der Ausfahrt Wallersdorf-West ins Schleudern. Er prallte gegen die Leitplanke, erlitt aber keine Verletzungen.
Auch in der Oberpfalz gab es dem dortigen Polizeipräsidium zufolge am Freitagabend zwei Unfälle wegen Aquaplaning. Es wurden dabei keine Menschen verletzt.
Feuerwehr entfernt umgestürzte Bäume
Landesweit wurden vereinzelt umgestürzte Bäume oder Bauzäune registriert. In Oberbayern in der Gegend um Traunreut etwa riss ein Unwetter mehrere kleinere Bäume um. Ein Baum fiel dabei auf die Gleise der Strecke Hörpolding-Traunreut, erklärte die Feuerwehr-Leitstelle in Traunstein. Die Einsatzkräfte konnten den Baum jedoch schnell entfernen. Laut Deutscher Bahn kam es zu keinen Ausfällen.
Auch auf der Bahnstrecke München-Pasing-Kochel stürzte ein Baum um. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde der Abschnitt zwischen Tutzing und Seeshaupt gesperrt. Es sei ein Ersatzverkehr mit Großraumtaxen eingerichtet worden.
Andernorts drückte starker Regen so manchen Gullydeckel nach oben – aber "nichts Spektakuläres", hieß es etwa bei der Polizei in Kempten.
Grafik: Bayernkarte - Wetterwarnungen des DWD
Einzelne Gewitter auch am Samstag
Seit Wochen hatte es in Bayern nicht mehr flächendeckend ausgiebig und langanhaltend geregnet. Die Landwirtschaft im Freistaat leidet enorm unter der Trockenheit. Auf den Wiesen wächst derzeit kaum Futter nach, das geerntet oder für Weidetiere genutzt werden kann.
In Südbayern sind am Samstag an bestimmten Orten erneut einzelne Gewitter mit Starkregen (Mengen um 15 l/qm in kurzer Zeit), kleinem Hagel und starken bis stürmischen Böen wahrscheinlich. Auch in Nordbayern sind einzelne Gewitter mit Starkregen (Mengen um 15 l/qm in kurzer Zeit), kleinem Hagel und starken bis stürmischen Böen zu erwarten. Der Sonntag wird überwiegend sonnig bei bis zu 25 Grad.
Mit Informationen von dpa
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