Verschneite Bäume in Würzburg – die Behörden warnen vor Schneebruch.
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Winter in Bayern: Neuschnee, Glatteis, Warnung vor Schneebruch

Winter in Bayern: Neuschnee, Glatteis, Warnung vor Schneebruch

Neuschnee und rutschige Straßen: Der Winter zeigt sich in Bayern von seiner intensiven Seite. Die Behörden warnen auch vor Schneebruch – in Bamberg starb dabei ein Radfahrer. Wo die Lage besonders heikel ist und womit Autofahrer rechnen müssen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

In Bayern ist am Donnerstag erneut Schnee gefallen; mit weiteren teilweise kräftigen Schneefällen ist zu rechnen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes breiten sich die Niederschläge von Südwesten her über den Freistaat aus.

Angesichts der vielerorts glatten Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen. Die Behörden warnen außerdem vor Schneebruch in Parks und Wäldern: Äste können unter der schweren Last des Schnees abbrechen und Passanten treffen.

In Bamberg erlag am Donnerstag ein Radfahrer seinen Verletzungen. Er war wenige Tage zuvor von einem Ast getroffen worden, der unter der Schneelast gebrochen war. Bereits am Montag starb in Nürnberg eine 77-Jährige, nachdem sie beim Spazierengehen ebenfalls von einem Ast getroffen worden war.

Busverkehr in mehreren Städten vorübergehend eingestellt

In Würzburg wurde wegen des Schnees der innerstädtische Busverkehr am Vormittag vorübergehend eingestellt. Inzwischen fahren die Busse laut der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH wieder. Außerdem wurden die städtischen Friedhöfe wegen des Winterwetters gesperrt.

Auch im Landkreis Kitzingen war der Busverkehr vorübergehend eingestellt. Inzwischen rollen auch dort die Busse wieder. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt fiel die Müllabfuhr aus. 

In Bamberg und in Bayreuth fuhren ebenfalls vorübergehend keine Busse. Beide Städte haben den Busbetrieb inzwischen wieder aufgenommen.

Bahnstrecke Murnau und Garmisch zwischenzeitlich gesperrt

Die Bahnstrecke zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen war nach einem Lkw-Unfall auf der Bundesstraße 2 zwischenzeitlich gesperrt, ist nun aber ebenfalls wieder frei. In den frühen Morgenstunden war ein Lebensmittel-Laster auf schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern geraten. Dabei fiel der Anhänger um und stürzte über die Leitplanke ins Gleitbett der Zugstrecke zwischen Eschenlohe und Oberau.

Viele Glätteunfälle in der Oberpfalz

Auch die B85 zwischen Sulzbach-Rosenberg und Edelsfeld war über mehrere Stunden gesperrt. Hier kippte nach Polizeiangaben am frühen Morgen ein Lastwagen auf glatter Fahrbahn um und lag quer über der Fahrbahn; er musste mit einem Kran geborgen werden.

Die Polizei in der Oberpfalz zählte insgesamt rund 50 Glätteunfälle. Unfallschwerpunkte waren die Landkreise Regensburg und Neustadt an der Waldnaab. Insgesamt wurden fünf Menschen leicht verletzt. Die A93 musste bei Schwandorf wegen eines Auffahrunfalls zeitweise komplett gesperrt werden.

Auch in Niederbayern hat es gekracht

In Niederbayern hat es rund 25 Verkehrsunfälle gegeben – verteilt über den ganzen Regierungsbezirk, sagte eine Polizeisprecherin in Straubing. Insgesamt wurden fünf Menschen dabei verletzt. In Reisbach im Kreis Dingolfing-Landau stießen auf der glatten Straße ein unbesetzter Bus und ein Auto zusammen. Verletzt wurde niemand.

Glück im Unglück in Mittel- und Oberfranken

In Mittelfranken rutschte ein Autofahrer in einen Graben und dann gegen einen Baum. Danach fiel der Baum auf das Auto, wie ein Polizeisprecher sagte. Verletzt wurde der Mann nach ersten Erkenntnissen dabei aber nicht. Insgesamt zählte das Polizeipräsidium Mittelfranken rund 30 Glätteunfälle mit zwei Leichtverletzten.

In Oberfranken kam es zu rund 50 Verkehrsunfällen aufgrund von Schnee und Eis. Dabei wurden zwei Menschen verletzt.

Viele Rutschunfälle im nördlichen Schwaben

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord hat rund 70 Unfälle mit mehreren Verletzten registriert; die meisten davon seien Glätteunfälle gewesen, so ein Sprecher. Am Morgen war ein Autofahrer im Landkreis Augsburg auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen gekommen und frontal mit einem Lastwagen zusammengeprallt. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Auf der Kreisstraße zwischen Forheim und Christgarten rutschte ein Schulbus mit zwei Schulkindern von schneeglatter Straße in einen Graben. Die beiden Kinder wurden dabei leicht verletzt.

Warnstreik bei Straßenmeistereien und der Autobahn GmbH

Die Mitarbeiter der bundeseigenen Autobahn GmbH waren bayernweit am Donnerstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Die zentrale Streik-Kundgebung fand in Landsberg am Lech statt. Die Gewerkschaft verweist mit Blick auf die winterliche Wetterlage darauf, dass es trotz der Arbeitsniederlegung beim Straßendienst Notdienstvereinbarungen gebe: "Jeder wird trotz des Streiks mit dem Auto fahren können, wir gefährden nicht Leib oder Leben".

Auch in den nächsten Tagen weiter Glättegefahr

Auch am Freitag und Samstag besteht weiterhin Glättegefahr. Neben weiteren Schneeschauern kann es laut Meteorologen zu gefrierendem Regen kommen. Die Temperaturen bewegen sich in den kommenden Tagen überwiegend um den Gefrierpunkt und liegen etwa zwischen minus sechs und plus fünf Grad.

Mit Informationen von dpa

Bayernkarte: Unwetterwarnungen des DWD

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