Eine ältere Person mit Rollator steht an einer Straßenbahnhaltestelle und wartet auf die Straßenbahn.
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Der Einstieg in Bus und Bahn: Für Menschen mit Einschränkungen zu oft noch eine zu große Hürde.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Philip Dulian
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ADAC bemängelt Barrierefreiheit bei Bussen und Straßenbahnen

ADAC bemängelt Barrierefreiheit bei Bussen und Straßenbahnen

Der Einstieg in Bus und Bahn: Für Menschen mit Einschränkungen zu oft noch eine zu große Hürde. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC in seinem "Barrierfrei-Test" für insgesamt neun mittlere Großstädte in Deutschland, darunter auch Augsburg.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Ob mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs: Der barrierefreie Zugang zu Bussen und Trambahnen lässt deutschlandweit immer noch zu wünschen übrig. Zu diesem Fazit kommt der ADAC, der 150 Haltestellen in zehn mittleren Großstädten in Deutschland untersucht hat, darunter auch in Augsburg. Zwar gebe es immer mehr stufenlose Haltestellen, aber oft fehlten die barrierefreien Zugänge dorthin.

Die Tester des ADAC untersuchten Haltestellen an Strecken zu jeweils vier wichtigen Zielen wie Rathaus, Einkaufszentrum, Krankenhaus und Schwimmbad. Kategorien waren Zugang zum Haltepunkte, Ausstattung und der Zustieg ins Verkehrsmittel. Die Tester waren mit mobilitätseingeschränkten Personen unterwegs. Zu den Städten zählten neben Augsburg noch Bielefeld, Braunschweig, Chemnitz, Erfurt, Kassel, Magdeburg, Mainz, Mannheim und Rostock.

ÖPNV muss seit 2022 barrierefrei sein

Seit 2022 gibt es die gesetzliche Vorgabe, dass der ÖPNV grundsätzlich barrierefrei sein muss. Wer im Rollstuhl sitzt, mit Rollator, Kinderwagen oder sehbehindert unterwegs ist, sollte sich problemlos mit Bus oder Straßenbahn fortbewegen können. So sollte der Abstand zwischen Bordsteinkante und Fahrzeug beim Ein- oder Ausstieg möglichst gering und nur etwa fünf Zentimeter entfernt oder hoch sein, damit mobilitätseingeschränkte Menschen bequem einsteigen können. In diesem Fall wären die Menschen auch nicht auf eine Rampe angewiesen, die erst ausgeklappt werden muss.

ADAC fordert Abbau von Barrieren

Doch nur bei jedem fünften Halt von Straßenbahnen im Test wurde diese Vorgabe auch eingehalten., Bei den Bussen waren es sogar nur drei Prozent aller Haltestellen. Erfreulicherweise gibt es laut ADAC aber an nahezu allen Haltepunkten Sitzgelegenheiten. Sinnvolle Armlehnen zum Abstützen fehlten allerdings oft. Radwege sollten am Boden gekennzeichnet werden, so dass Blinde sie ertasten können. Das komme aber nur in 16 Prozent der Fälle vor. Sogenannte Leitstreifen an Fahrbahnen oder zu Gleisen hin gebe es dagegen erfreulich oft, betonte der ADAC.

Als Ergebnis des Tests fordert der ADAC einen weiteren Ausbau in Richtung Barrierefreiheit. Ebenso wichtig sei es, dass andere Fahrgäste Rücksicht nehmen und zum Beispiel Flächen an Türen oder Plätze für Rollstühle freihalten.

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