04.01.2026, Berlin: Kai Wegner (CDU, M), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht während eines Stromausfalls im Südwesten Berlins an einer Notunterkunft zwischen Franziska Giffey (SPD, l), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und Iris Spranger (SPD), Berliner Senatorin für Inneres und Sport. Zehntausende Menschen im Südwesten der Hauptstadt haben keinen Strom. Und das Ganze wird wohl noch tagelang andauern. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
04.01.2026, Berlin: Kai Wegner (CDU, M), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht während eines Stromausfalls im Südwesten Berlins an einer Notunterkunft zwischen Franziska Giffey (SPD, l), Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, und Iris Spranger (SPD), Berliner Senatorin für Inneres und Sport. Zehntausende Menschen im Südwesten der Hauptstadt haben keinen Strom. Und das Ganze wird wohl noch tagelang andauern. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bild
Stromausfall Berlin
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow
Schlagwörter
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow
Audiobeitrag

Stromausfall Berlin

Aktualisiert am
Audiobeitrag
Erschien zuerst am
>

Behörden: Stromausfall in Berlin vorsätzlich verursacht

Behörden: Stromausfall in Berlin vorsätzlich verursacht

Der Stromausfall in Berlin ist vorsätzlich verursacht worden, Linksextremisten sind laut dem Regierenden Bürgermeister Wegner die Täter gewesen. Tausende müssen sich in Berlin noch auf mehrere kalte und dunkle Tage einstellen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern 2 Die Welt am Morgen am .

Der große Stromausfall im Südwesten Berlins ist Folge eines politisch motivierten Anschlags. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte, die Täter seien "offenkundig Linksextremisten" gewesen. Auch die Polizei hat das bestätigt. "Es ist inakzeptabel, dass erneut offenkundig Linksextreme unser Stromnetz angreifen und damit Menschenleben gefährden", sagte Wegner.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erklärte, die betroffene Kabelbrücke am Teltowkanal sei "mit Brandsätzen versehen worden", die fünf Hochspannungs- und zehn Mittelspannungskabel zerstörten oder beschädigten.

Rund zehntausend Haushalte wieder am Netz

Giffey sagte, rund zehntausend Haushalte seien bis Sonntagvormittag wieder an das Netz angeschlossen worden. Betroffene Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser werden laut Giffey mit Notstromaggregaten versorgt und müssen nicht evakuiert werden.

03.01.2026, Berlin: Ehrenamtliche Mitarbeiter des DRK bauen während eines Stromausfalls im Südwesten Berlins in einer Notunterkunft Feldbetten auf. Vom Brand einer Kabelbrücke sind 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe betroffen. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow
Audiobeitrag

Stromausfall Berlin

  • Aktuelle Informationen zum Stromausfall in Berlin im RBB24-Liveticker
  • Notlage dauert noch tagelang

    Betroffen waren die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Die Schäden am Stromnetz sind nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin so schwerwiegend und die Reparatur so kompliziert, dass die Notlage außergewöhnlich lange dauern wird: Erst am Donnerstagnachmittag könnten wohl alle Stromkunden wieder versorgt werden, hieß es von Stromnetz Berlin. Giffeys Sprecherin sagte, normalerweise würde die Verlegung solcher Hochspannungskabel fünf Wochen in Anspruch nehmen. Binnen weniger Tage werde nun zunächst ein Provisorium errichtet.

    Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf richtete Notunterkünfte ein, auch das Gemeindehaus der Emmaus-Kirchengemeinde öffnete zeitweise für Menschen, die sich aufwärmen und ihre Handys aufladen wollten. Das Rathaus Zehlendorf stellte hierfür sein Foyer zur Verfügung. Im Jugendkeller der Paulus-Gemeinde und im Matthäus-Gemeindehaus am Steglitzer Kreisel können sich die Menschen ab den Morgenstunden aufwärmen.

    Bedarf nach Unterkunftsplätzen wird steigen

    Der Bezirksstadtrat Tim Richter (CDU) geht davon aus, dass der Bedarf nach Unterkunftsplätzen in den kommenden Tagen steigen werde. Jetzt seien die Wohnungen noch relativ warm, sagte Richter, aber in den kommenden Tagen würden Minusgrade in der Nacht erwartet. Dann kühlten die Wohnungen und Häuser aus, weil Heizungen nicht mehr funktionierten. Der Bezirk habe bereits am Samstag zwei Notunterkünfte aufgebaut. Weitere sollen heute folgen. 

    Polizei verstärkt Präsenz

    Die Polizei zeigte mit Hunderten Beamten verstärkt Präsenz auf den dunklen Straßen. An einigen Punkten errichtete sie Lichtmasten, um mehr Sicherheit und Sichtbarkeit zu schaffen. Der Stromausfall bedeutete auch, dass neben der Straßenbeleuchtung auch Alarmanlagen nicht mehr funktionierten.

    Gestern mussten Supermärkte und viele Läden schließen, weil ohne Elektrizität nichts mehr ging. Heizungen funktionieren ohne Strom ebenfalls meist nicht, weil der für Pumpen und Regler gebraucht wird. Sogar die Fernwärme war nach Angaben des Senats beeinträchtigt, weil die Pumpen ohne Strom die Wärme nicht zuverlässig transportieren.

    Die Polizei informierte per Lautsprecherwagen und gab auch über soziale Netzwerke Tipps: "Prüfen Sie daher, ob Sie die Möglichkeit haben, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen. Nutzen Sie Mobiltelefone sparsam. Denken Sie an ältere oder hilfsbedürftige Personen und bieten Sie Hilfe an. Halten Sie für die Abendstunden Taschenlampen oder batteriebetriebene Leuchten bereit."

    Mit Informationen von dpa

    Im Video: Stromausfall in Berlin vorsätzlich verursacht

    Der große Stromausfall in Berlin ist laut Polizei durch einen politisch motivierten Anschlag verursacht worden.
    Bildrechte: BR
    Videobeitrag

    Der große Stromausfall in Berlin ist laut Polizei durch einen politisch motivierten Anschlag verursacht worden.

    Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

    "Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!