Ein Hund liegt selig bei Frauchen im Bett. Sie streichelt ihm über den Kopf.
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(Symbolbild) Ohne Mietzi gehen viele Deutsche nicht ins Bett
Bildrechte: picture alliance / Zoonar | Dmitrii Marchenko
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(Symbolbild) Ohne Mietzi gehen viele Deutsche nicht ins Bett

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Ohne Mietzi und Bello gehen viele Deutsche nicht ins Bett

Ohne Mietzi und Bello gehen viele Deutsche nicht ins Bett

Fast ein Drittel der Haustierbesitzer in Deutschland teilt sein Bett mit Hund oder Katze, wie eine Umfrage zeigt. In der Schweiz, Frankreich, Österreich und Italien tun dies deutlich weniger Menschen. Was Forscher und Tierschützer dazu sagen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Viele Frauchen und Herrchen lieben es ebenso wie ihre Vierbeiner: Nachts gemeinsam im Bett schlafen. Was für andere Hunde- und Katzenbesitzer ein Tabu ist, geht für 29 Prozent von ihnen in Ordnung – jedenfalls in Deutschland. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov.

Körbchen bleibt immer noch Nummer eins

Befragt wurden auch Haustierbesitzer in Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz. Während die Deutschen mit dieser Gewohnheit an der Spitze liegen, sind die Schweizer am zurückhaltendsten, wenn es darum geht, ihre Lieblinge ins Bett zu lassen (20 Prozent).

Doch auch in Deutschland schläft die Mehrheit der Haustiere laut der Umfrage im eigenen Körbchen  nämlich 52 Prozent. 27 Prozent kuscheln sich auf das Sofa, und 18 Prozent der deutschen Tierliebhaber lassen ihren Liebling schlafen, wo er oder sie will.

Forschung: Haustier im Bett gut für psychische Gesundheit

Laut einer Befragung der Mayo-Schlafklinik in Arizona (externer Link) nehmen sogar gut die Hälfte der befragten Haustierbesitzer ihre Tiere mit ins Bett (56 Prozent). Von ihnen fühlen sich 20 Prozent von den Tieren eher gestört, wohingegen 41 Prozent sie als nicht störend oder sogar angenehm empfinden. Fast alle Befragten erzählten, dass ein Haustier im Bett das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittle – vor allem Singles.

Die Forschung bestätigt, dass Haustiere im Bett gut für die psychische Gesundheit sind. Eine us-amerikanische Studie von 2018 (externer Link) hat herausgefunden, dass Frauen sich durch einen Hund im Bett weniger gestört und sogar im Dunkeln beschützter fühlen als durch ihren Partner. Katzen seien dagegen genauso störend wie der Partner. Eine andere Untersuchung (externer Link) zeigt, dass vor allem Kinder und Jugendliche mit Haustier im Bett besser schlafen. Demnach reagieren Menschen auf Körperkontakt und Wärme mit dem Wohlfühl- und Bindungshormon Oxytocin.

Hund und Katze im Bett: Gesundheitlich unbedenklich

Für die menschliche Gesundheit besteht laut dem Tierschutzbund keine Gefahr, wenn Haustiere mit im Bett schlafen. Voraussetzung sei allerdings, dass die Tiere regelmäßig entwurmt sind und keine Zecken oder Flöhe haben. Für das Tier sei es "weder besonders schädlich noch besonders vorteilhaft", so der Tierschutzbund.

Kleinere Tiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen gehörten hingegen "unter keinen Umständen" ins Bett, da sie im Schlaf erdrückt werden könnten. "Sie sind keine Kuscheltiere", sagte eine Sprecherin. Zudem bräuchten sie den Kontakt zu ihren Artgenossen und ausreichend Rückzugsmöglichkeiten in ihrem Gehege.

Mit Informationen von dpa

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