Es ist 19.45 Uhr am Sonntagabend, als es nahe Adamuz im Süden Spaniens zum Horror-Crash kommt: Mehrere Waggons eines Hochgeschwindigkeitszugs auf dem Weg von Málaga nach Madrid entgleisen und krachen mit einem entgegenkommenden Zug zusammen. Beim schwersten Zugunglück in Spanien seit mehr als zehn Jahren kommen mindestens 39 Menschen ums Leben, mehr als 120 weitere werden verletzt. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar.
Wie ist die Lage vor Ort und wie konnte es zu dem Unglück kommen? Darüber sprach BR24 mit ARD-Korrespondentin Kristina Böker. Zudem ordnete Bahn-Experte Prof. Christian Böttger von der HTW Berlin die Sicherheit des Schienenverkehrs ein. Das letzte schwere Zugunglück in Bayern ereignete sich im Juni 2022 in Burgrain (Lkr. Garmisch-Partenkirchen). Heute wurden zwei angeklagte Bahnmitarbeiter vor dem Landgericht München II freigesprochen. BR-Reporter Lui Knoll ordnete den Fall und das Urteil ein. Das Video finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
Freisprüche im Burgrain-Prozess
Gut dreieinhalb Jahre nach dem Zugunglück von Burgrain bei Garmisch-Partenkirchen fiel heute das Urteil. Der Fahrdienstleiter und der Streckenverantwortliche wurden vor dem Landgericht München II freigesprochen.
Bei dem Zugunglück in Burgrain starben fünf Menschen, mehr als 70 wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft hatte den beiden Angeklagten fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Sie war überzeugt, dass sie das Unglück auf maroden Schienen mitverursacht hatten. Sie forderte Haftstrafen auf Bewährung. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.
Mit Informationen von dpa und AFP
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