Bei einer Massenkarambolage auf der B173 sind am Montag in Oberfranken 13 Menschen verletzt worden. 17 Fahrzeuge waren beteiligt.
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Bei einer Massenkarambolage auf der B173 sind am Montag in Oberfranken 13 Menschen verletzt worden. 17 Fahrzeuge waren beteiligt.

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Spiegelglatte Straßen: Unfälle und Massenkarambolagen in Bayern

Spiegelglatte Straßen: Unfälle und Massenkarambolagen in Bayern

Spiegelglatte Straßen haben in Bayern zu schweren Unfällen geführt. In der Nacht war die A9 bei Bayreuth nach neun Unfällen in beide Richtungen zeitweise voll gesperrt. Bei einer Massenkarambolage auf der B173 in Oberfranken gab es 13 Verletzte.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Während in den meisten Regionen in Bayern die Temperaturen am Morgen im Plusbereich lagen, war es in den nördlichen und östlichen Teilen Bayerns noch kalt. Deswegen bestand dort nach wie vor Gefahr durch gefrierenden Regen und Glatteis. Am Abend und in der Nacht kam es auf gefrorenen Fahrbahnen zu diversen Unfällen mit Verletzten und vielen beteiligten Fahrzeugen.

A9 bei Bayreuth in der Nacht wegen Glätte-Unfällen gesperrt

Auf der A9 Berlin–Nürnberg zählte die Polizei in der Nacht neun Unfälle. Nach stundenlanger Sperrung konnte die Strecke vor Beginn des Berufsverkehrs in beide Richtungen wieder freigegeben werden, teilte die Polizei mit. Die Bergungsarbeiten waren herausfordernd, da der Eispanzer auf der Fahrbahn bis zu zwei Zentimeter dick war.

An den Unfällen waren 39 Fahrzeuge beteiligt, darunter mehrere Lkw. Insgesamt spricht die Polizei von acht Leicht- und zwei Schwerverletzten. Der größte Unfall war wohl ein Auffahrunfall mit mehreren Autos und Lastwagen an der Anschlussstelle Bayreuth Süd. Dabei wurden laut Feuerwehr sechs Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mindestens eine Million Euro.

Massenkarambolage auf der B173 in Oberfranken

Am Montagabend waren auf der Bundesstraße 173 in Oberfranken insgesamt 20 Fahrzeuge – 18 Autos, ein Lastwagen und ein Streufahrzeug – in eine Massenkarambolage verwickelt. Es gab viele Blechschäden und 13 Verletzte, zwei davon schwer. Nach Angaben der Polizei war die Fahrbahn spiegelglatt.

Das benötigte Streusalz konnte nicht an die Unfallstelle gebracht werden, weil die Streufahrzeuge kaum von der Stelle kamen. Zehn Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Es gab auch noch kleinere Folgeunfälle ohne Verletzte. Die B173 musste vorübergehend komplett gesperrt werden.

Landkreis Rosenheim: Sieben Verletzte bei Glätteunfall

Bei Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim sind sieben Menschen bei einem Unfall verletzt worden, darunter auch zwei vierjährige Kinder. Nach Angaben der Polizei war eine 32-Jährige mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß sie mit dem Wagen eines 79-Jährigen zusammen. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser. Die Polizei geht von Straßenglätte als Unfallursache aus.

Wetterexperte verteidigt Glatteis-Warnungen

Der Meteorologe Stefan Laps vom ARD-Wetter-Kompetenzzentrum hat die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Bayern verteidigt. Es sei "auf jeden Fall angemessen" gewesen, die zweithöchste Warnstufe auszurufen, sagte Laps am Montag im Gespräch mit dem BR. Die Wetterlage mit Dauerfrost und einer von Westen heranziehenden Warmfront habe die Gefahr von gefährlichem Glatteis eindeutig begründet. Dass es in manchen Regionen wie Unterfranken und Schwaben bislang kaum zu Glätte kam, erklärt der Experte damit, dass dort die milde Luft schneller angekommen sei.

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Gefährliche Glätte

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