Bunter Rauch auf der Straße des 17. Juni in Berlin.
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Tote und Verletzte in der Silvesternacht in Deutschland

Tote und Verletzte in der Silvesternacht in Deutschland

Nicht überall ist es an Silvester friedlich geblieben: Zum Jahreswechsel wurden deutschlandweit zahlreiche Einsatzkräfte angegriffen. In Berlin gab es Hunderte Festnahmen. In Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen starben insgesamt fünf Menschen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren in der Silvesternacht deutschlandweit im Großeinsatz. Vielerorts gab es Angriffe auf Rettungskräfte, aus Berlin wurden Hunderte Festnahmen gemeldet. Auch zwei Tote und zahlreiche Verletzte durch Pyrotechnik wurden gemeldet. Ein deutschlandweiter Überblick:

Drei Menschen sterben bei Bränden in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg kamen bei mehreren Bränden drei Menschen ums Leben. Die Brände hätten sich im Schwarzwald in den Orten Bonndorf und Lenzkirch sowie in Giengen an der Brenz ereignet, wie das Innenministerium in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Nordrhein-Westfalen: zwei tödliche Unfälle mit Pyrotechnik

Im nordrhein-westfälischen Bielefeld kamen zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben. Noch keinen Überblick gibt es dazu, wie viele Menschen bundesweit verletzt wurden. Einzelne Fälle sind aber bekannt: In der Nähe von Rostock verlor ein 23-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt.

Das Unfallkrankenhaus Berlin in Marzahn meldete 25 Patienten "mit zum Teil schweren Handverletzungen mit Teil- oder kompletten Amputationen von Fingern oder Teilen der Hand". Und: "Besonders schlimm ist aber, dass wieder acht Kinder dabei sind, deren Leben sich durch diese schweren Verletzungen für immer verändert hat." Es wurde mit steigenden Zahlen gerechnet.

Vorsichtiges Aufatmen in Berlin

In Deutschland war die Polizei nach Angriffen auf Einsatzkräfte in den vergangenen Silvesternächten verstärkt vor allem in Städten unterwegs. Allein in Berlin waren 4.300 Polizisten im Einsatz. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei verlief die Silvesternacht dort nicht ganz so problematisch wie in den vergangenen Jahren. Die Polizei sei dennoch immer wieder mit Böllern und Raketen angegriffen worden, sagte ein Sprecher.

21 Polizisten seien durch Knalltraumata nach dem Beschuss mit Böllern oder Gegenwehr von Verdächtigen leicht verletzt worden. Die Polizei nahm rund 400 Verdächtige kurzzeitig fest. Am Silvesterabend und in der Nacht sei zudem kiloweise illegale Pyrotechnik beschlagnahmt worden. 

Mehrere Großbrände in Bayern

In Bayern mussten die Einsatzkräfte in der Silvesternacht zu mehreren Großbränden ausrücken. In Ansbach in Mittelfranken stand ein Mehrfamilienhaus in Flammen, ein Mensch wurde leicht verletzt. Die 40 Bewohner wurden in einer gegenüberliegenden Halle untergebracht.

In Petersaurach im Landkreis Ansbach brannte eine Scheune komplett aus und stürzte ein. Etwa 140 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie konnten verhindern, dass die Flammen auf ein anderes Gebäude übergriffen. Der Sachschaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.

Im oberbayerischen Bad Endorf geriet ein Fitnesscenter in Brand. Bei den Löscharbeiten mussten Teile des Dachs abgedeckt werden. Ob diese Brände durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden, ist in allen drei Fällen noch unklar.

Verletzte Polizisten auch in Hamburg und Leipzig

In Hamburg wurden nach bisherigen Erkenntnissen zehn Polizisten verletzt. Sie konnten ihren Dienst nicht fortsetzen, wie die Polizei mitteilte.

In Leipzig wurde die Polizei ebenfalls mit Pyrotechnik angegriffen. Auf die Einsatzkräfte wurden diverse Böller geworfen. Die Polizisten errichteten unter anderem in dem für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz Absperrungen. Auch in der Leipziger Innenstadt gab es diverse Feuer.

Mit Informationen von dpa und AFP

Im Video: Silvester - Viel Arbeit für Polizei und Feuerwehr

Silvester: Viel Arbeit für Polizei und Feuerwehr
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Silvester: Viel Arbeit für Polizei und Feuerwehr

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