Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump am 28.12.25
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Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump am 28.12.25

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Nach Treffen von Trump und Selenskyj: Wie geht es weiter?

Nach Treffen von Trump und Selenskyj: Wie geht es weiter?

Einen Tag nach dem Treffen von Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump, verbreitet der US-Präsident Optimismus. Dabei gibt es noch mehrere Knackpunkte, ein zentraler ist die Kontaktlinie. Fortschritt gibt es bei den Sicherheitsgarantien.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Nach seinem Treffen mit Ukraines Präsidenten Wolodymyr Selenskyj verbreitet US-Präsident Donald Trump Optimismus. Auch Kiew und Moskau sprechen von Fortschritten. Aber wie könnte eine mögliche Friedenslösung für die Ukraine im Detail aussehen? Das bleibt immer noch die Frage bei den weiteren Verhandlungen, die nun auf allen diplomatischen Ebenen fortgesetzt werden.

Immerhin Sicherheitsgarantien vollständig vereinbart

Den Aussagen Trumps nach laufen die Bemühungen um eine Beendigung des seit fast vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gut. Auf der Pressekonferenz nach dem Empfang Selenskyjs am Sonntag (Ortszeit) sprach er von einem "grandiosen Treffen" mit dem Ukrainer und einem "exzellenten Telefongespräch" mit Kremlchef Wladimir Putin.

Während Trump vor Journalisten davon sprach, dass 95 Prozent der Fragen abgearbeitet seien, bezifferte Selenskyj die Zahl auf 90 Prozent. Der Ukrainer räumte ein, dass immerhin die US-Sicherheitsgarantien vollständig vereinbart seien.

Der US-Präsident plant nun ein weiteres Gespräch mit dem russischen Präsidenten Putin. Eine Telefondiplomatie zwischen Kreml und Weißem Haus, so heißt es aus Moskau, die das wichtigste Mittel sei, um den Krieg zu beenden. Die Schlüssel zur Regulierung (des Konflikts) hätten Russland und die USA. Den Europäer attestiert die russischen Seite, sie würden "nach wie vor Bosheiten machen und Selenskyj wird nervös am Spielfeldrand rauchen."

Arbeitsgruppen sollen schwierige Details aushandeln

Vor einem möglichen Abschluss auf höchster Ebene stehen zunächst Treffen von Arbeitsgruppen an. Verhandelt wird weiter auf bilateraler Ebene. Das heißt, die Amerikaner sprechen mit Russen und Ukrainern jeweils getrennt.

Nach Angaben Selenskyjs sind weitere Treffen einer ukrainischen Verhandlungsdelegation mit US-Diplomaten in den nächsten Wochen angesetzt. Verhandlungsführer für Kiew war bei den Gesprächen zuletzt der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow.

Amerikanisch-russische Arbeitsgruppe

Daneben wird auch eine amerikanisch-russische Arbeitsgruppe gegründet, wie Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow bekanntgab. Russischer Chefunterhändler dürfte dabei weiterhin Kirill Dmitrijew sein. Von US-Seite dabei sind unter anderem Trumps Unterhändler Steve Witkoff, der Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine. 

Selenskyj besteht auf der Beteiligung der europäischen Partner

Laut Selenskyj sollen bei den weiteren Treffen mit Donald Trump auch die europäischen Verbündeten Kiews anwesend sein. Davor wollen sich auch die Europäer noch einmal untereinander abstimmen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bereits ein weiteres Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris angekündigt. Dort wollen die europäischen Partner der Ukraine konkretisieren, womit sie ihren Beitrag zur weiteren Hilfe des angegriffenen Landes leisten können.

Knackpunkt bleiben die Territorialfragen

Die wichtigste ungelöste Frage bleibt die Forderung Moskaus nach der Inbesitznahme weiterer ukrainischer Gebiete. Russland besteht darauf, sich das gesamte Gebiet Donezk einzuverleiben, darunter auch das Ballungsgebiet um Slowjansk und Kramatorsk, das es in vier Jahren Krieg bislang nicht erobern konnte. Einen einseitigen Rückzug lehnt die Ukraine ab, allenfalls gebe es die Lösung einer entmilitarisierten Zone für den umstrittenen Raum.

Mit Material von dpa.

Im Audio: Fortschritte nach dem Gipfel des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump

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