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Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen

Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen

Neue Spannungen um Grönland: Donald Trump droht Gegnern seiner Übernahmepläne mit Strafzöllen. NATO-Staaten entsenden Soldaten, Dänemark und Grönland protestieren. Berlin mahnt zur Einheit und setzt auf Diplomatie.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

US-Präsident Donald Trump hat den Ländern, die seine Übernahmepläne für Grönland ablehnen, mit Strafzöllen gedroht. "Ich werde möglicherweise Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus. Er bekräftigte zudem seine Position, die USA bräuchten die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel "für die nationale Sicherheit".

Deutschland und andere NATO-Staaten schicken Soldaten nach Grönland

Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder den US-Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Die Rede war von einem Kauf der Arktis-Insel, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus.

Angesichts der Drohungen des US-Präsidenten hatte am Donnerstag eine militärische Erkundungsmission mehrerer NATO-Staaten in Grönland begonnen, an der auch Deutschland beteiligt ist. Sie sollen in Grönland nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums auch Planungen für eine Militärübung vorbereiten. Zuvor war ein Krisentreffen der Außenminister Dänemarks und Grönlands mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio in Washington ergebnislos geblieben.

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, das wie die USA NATO-Mitglied ist. Der Konflikt um die Arktis-Insel droht daher auch die NATO zu spalten.

Trotz Streit mit USA: Außenminister Wadephul zuversichtlich

Indes hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) seine Ansicht bekräftigt, dass die USA das dänische Autonomiegebiet nicht gewaltsam übernehmen werden. Er habe von seinen Gesprächen mit Vertretern der US-Regierung "das sichere Gefühl mit über den Atlantik hier nach Deutschland genommen, dass wir ein gemeinsames Verständnis im atlantischen Bündnis haben und dass wir zu gemeinsamen Ergebnissen kommen", sagte Wadephul am Freitag nach einem Treffen mit der österreichischen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.

"Wenn wir uns zu verteidigen haben, dann haben wir uns gegen andere von außen uns bedrängende Gefahren zu verteidigen, insbesondere gegen Russland", fügte Wadephul an. Es gehe in der Grönland-Frage um die Frage, "dass wir gemeinsam mit anderen in der Lage wären und das auch konkret sind, Verantwortung für die Sicherheit im arktischen Raum zu übernehmen", sagte Wadephul. "Das ist das Thema, das der amerikanische Präsident auf den Tisch gelegt hat", fügte er an. Auch Florian Hahn, (CSU), Staatsminister im Auswärtigen Amt, hatte diese Woche im BR-Fernsehen betont, dass er trotz der Bestrebungen von US-Präsident Trump am transatlantischen Bündnis festhalten wolle.

Demos in Grönland und Dänemark angekündigt

In Dänemark und Grönland werden am Samstag große Proteste gegen die von Trump erhobenen Besitzansprüche auf Grönland erwartet. Tausende Menschen haben in Online-Netzwerken angekündigt, an den von grönländischen Verbänden organisierten Protesten in Kopenhagen, Nuuk und anderen Städten teilzunehmen. In Kopenhagen soll es einen Protestzug unter dem Motto "Hände weg von Grönland" zur US-Botschaft geben. In Grönland stehen die Proteste unter dem Motto "Grönland gehört den Grönländern".

Mit Informationen von AFP.

Im Video: Grönland-Präsenz - Soldaten in Nuuk eingetroffen

15 Bundeswehrsoldaten sollen gemeinsam mit Soldaten anderer europäischer Staaten ausloten, wie Grönland besser geschützt werden kann.
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15 Bundeswehrsoldaten sollen gemeinsam mit Soldaten anderer europäischer Staaten ausloten, wie Grönland besser geschützt werden kann.

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