Der Begriff "Sondervermögen" ist zum "Unwort des Jahres" 2025 gekürt worden.
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Der Begriff "Sondervermögen" ist zum "Unwort des Jahres" 2025 gekürt worden.
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"Sondervermögen" ist "Unwort des Jahres" 2025

"Sondervermögen" ist "Unwort des Jahres" 2025

Der Begriff "Sondervermögen" ist zum "Unwort des Jahres" 2025 gekürt worden. Das gab die Jury der sprachkritischen "Unwort"-Aktion in Marburg bekannt.

Über dieses Thema berichtet: Kulturleben am .

Das "Unwort des Jahres 2025" lautet Sondervermögen. Das gab die unabhängige "Unwort"-Jury am Dienstag in Marburg bekannt. Der Ausdruck unterminiere die demokratische Debatte über die Notwendigkeit einer Aufnahme von Schulden, so die Begründung.

Ausdruck verschleiert, was mit ihm gemeint ist

Der Begriff sei schon seit einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent, heißt es weiter. Im Jahr 2025 habe er dann "sehr deutlich die politischen Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme" geprägt. In seiner Alltagsbedeutung verdecke er jedoch, was mit ihm eigentlich gemeint sei: die Aufnahme neuer Schulden.

Das "Unwort des Jahres" wird seit 1991 bestimmt. Für diesen Negativpreis infrage kommen Formulierungen, die aus Sicht der Jury gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, die gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistisch, verschleiernd oder irreführend sind. Mit der Aktion soll für einen angemessenen Umgang mit Sprache sensibilisiert werden.

Auch "Asylwende" oder "Deal" waren in der engeren Auswahl

Bestimmt wird das alljährlich Unwort durch eine unabhängige Jury, in der unter anderem Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler vertreten sind. Basis ihrer Entscheidung ist eine Liste von Begriffen, sie interessierte Bürgerinnen und Bürger jeweils bis zum Jahresende einreichen können.

Auch dieses Mal spiegelten die vorgeschlagenen Begriffe politische Debatten – darunter beispielsweise "Asylwende" sowie der von US-Präsident Donald Trump häufig genutzte Ausdruck "Deal". Allerdings hat es keiner dieser Begriffe auf das sprichwörtliche Treppchen geschafft. Auf dem zweiten Rang landete der Ausdruck "Zustrombegrenzungsgesetz", der Zuwanderung generell als Bedrohung darstelle, wie die Jury kritisiert.

Mit mehr als 2.600 gingen zum Fristablauf Ende 2025 weniger Einsendungen für die "Unwort"-Kür ein als noch 2024. Damals waren es insgesamt über 3.000 Einsendungen. "Unwort des Jahres" 2024 war der Ausdruck "Biodeutsch".

Mit Informationen von dpa

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