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Fürth nach Nürnberger "Stimmungskiller" im Frankenderby in Not

Fürth nach Nürnberger "Stimmungskiller" im Frankenderby in Not

Die SpVgg Greuther Fürth verpasst im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Auch, weil das Kleeblatt nach dem Nürnberger Ausgleichstreffer nicht mehr ins Spiel findet, droht weiterhin der Abstieg.

Über dieses Thema berichtet: Blickpunkt Sport am .

Das 276. Frankenderby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg war ein Spiel, in dem es eigentlich keinen Gewinner gab. Rein sportlich angesichts des Ergebnisses von 1:1 sowieso nicht und auch die Fans hatten zwei unterschiedliche Halbzeiten und insgesamt eher ein Kampfspiel gesehen. Auch wenn Fürths Trainer Heiko Vogel überraschenderweise auf der Pressekonferenz nach dem Spiel Vergleiche zum Torspektakel zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain wählte.

Trainer Vogel erkennt "Stimmungskiller" für Fürth

Für den Fürther Coach fühlte es sich nach Abpfiff an "wie zwei verlorene Punkte". In der ersten Halbzeit war sein Team die bessere Mannschaft gewesen, hatte aber zahlreiche Gelegenheiten nicht genutzt, die 1:0-Führung durch Toptorjäger Futkeu auszubauen. Kurz vor der Pause kam Nürnberg durch Kapitän Fabio Gruber zum überraschenden Ausgleich. "Mit dem Halbzeitpfiff kriegst du das 1:1 und weißt nicht, wie dieses Unentschieden zustande kam", resümierte Vogel nach Abpfiff im Blickpunkt-Sport-Interview. "Das war dann schon so ein Stimmungskiller in der Kabine."

Klose schimpft: "Nicht das Derbygesicht" gezeigt

Der Fürther Sturmlauf zuvor wurde aber auch durch die Nürnberger Lethargie begünstigt. Der Club wachte wie so oft in dieser Spielzeit viel zu spät auf. "Das ist nicht das Derbygesicht, das ich von meiner Mannschaft kenne, diese Dominanz", monierte Trainer Miroslav Klose die ersten 35 Minuten in "Blickpunkt Sport". "Wir wussten, was uns erwartet und was wir machen wollen. Aber die Körperspannung und die Mentalität waren überhaupt nicht vorhanden." Nach einer entsprechenden Standpauke Kloses zur Halbzeit kam der Club deutlich aktiver aus der Kabine. Sein Team sei anschließend "sehr dominant" aufgetreten, habe sich "automatisch Chancen kreiert", erkannte Klose. "Nur vorwerfen müssen wir uns, dass wir die nicht gemacht haben."

Vogel glaubt an Klassenerhalt am letzten Spieltag

So war der Punktgewinn für die Fürther sogar noch glücklich, denn in Halbzeit zwei spielte nur noch der Club. Trainer Vogel versuchte mit taktischen Umstellungen, seiner Mannschaft noch einmal Leben einzuhauchen, doch die erholte sich nicht mehr wirklich. "Alle im Stadion haben gemerkt, dass das ein Wirkungstreffer war", resümierte der Kleeblatt-Coach. "Das sind Rückschläge, die wir in den letzten Wochen zur Genüge einstecken mussten." Gegen Bochum hatte Fürth nach weniger als einer Minute in Rückstand gelegen - und am Ende sogar verloren.

Durch den einen Zähler bleiben die Fürther weiterhin Tabellenvorletzter. Nur die schlechtere Tordifferenz trennt sie von einem Nichtabstiegsplatz. Heiko Vogel glaubt weiter an den Klassenerhalt und an ein enges Rennen bis zum letzten Spieltag. "Das war mir eigentlich immer klar und wer das anders vermutet hat, war ein gnadenloser Optimist." Dann empfängt Fürth zuhause Fortuna Düsseldorf zum Abstiegsendspiel.

Klose wünscht sich weitere Derbys gegen Fürth

Gegner-Trainer Klose drückt dem Rivalen aus der Nachbarschaft die Daumen. "Ich liebe Derbys, habe viele in meiner Zeit gespielt und war davon immer fasziniert." Besonders beeindruckt haben den ehemaligen Römer das "Derbi della capitale" zwischen AS und Lazio Rom. Das Frankenderby sieht er ähnlich brisant und würde sich über weitere Ausgaben freuen: "Wenn es einen Wunsch gibt, dann natürlich weiterhin Derbys zu spielen. "

Doch dafür müsste das Kleeblatt zuerst die Klasse halten. Dieses Unterfangen ist nach dem Ergebnis vom Sonntag nicht einfacher geworden.