Miroslav Klose (rechts) im Gespräch mit Adriano Grimaldi
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Lehren aus der Vergangenheit? Klose und FCN vermeiden Saisonziel

Lehren aus der Vergangenheit? Klose und FCN vermeiden Saisonziel

Zum Trainingsstart herrschen beim 1. FC Nürnberg noch einige Fragezeichen. Zwar war der FCN schon auf dem Transfermarkt aktiv, doch könnten zugleich weitere Leistungsträger gehen. Trainer Miroslav Klose vermeidet nicht nur deshalb ein Saisonziel.

Über dieses Thema berichtet: BR24Sport am .

Die Fußball-WM verfolgt Nürnbergs Trainer Miroslav Klose aufmerksam. Noch mehr interessiert ihn aber spätestens seit dieser Woche wieder das Geschehen auf dem Rasen am Trainingsgelände am Valznerweiher. Der 1. FC Nürnberg ist in die Vorbereitung gestartet, vermeidet in Person von Klose aber noch eine klare Zielsetzung für die kommende Spielzeit. Eine Lehre aus der Vergangenheit? Zudem torpediert ein Neuzugang diese Herangehensweise.

Neuzugänge Ghrieb und Otto stellen sich vor

Sigurd Haugen war beim offiziellen Trainingsauftakt am Montag noch nicht dabei. Der Transfer des Stürmers vom TSV 1860 München wurde aufgrund der Insolvenz der Münchner Löwen erst einen Tag später offiziell.

Der Club sichert sich die Dienste des Torjägers (16 Treffer) zum Nulltarif, weil dessen Vertrag durch die Insolvenz seine Gültigkeit verlor. Dafür mischten Neuzugänge wie Fynn Otto (SC Verl), Rayan Ghrieb (SC Magdeburg) und Can Moustfa (Energie Cottbus) schon mit.

Neue Flügelzange für den 1. FC Nürnberg und ein Systemwechsel?

Die beiden letztgenannten sind klare Flügelspieler, Ghrieb rechts und Moustfa links. Der Club könnte also eine echte Flügelzange bekommen und vermutlich auch eine neue Grundordnung. In der abgelaufenen Spielzeit setzte Klose auf ein 4-2-3-1 mit Julian Justvan und Rafael Lubach auf den Flügeln.

Besonders Justvan, der sich mit fehlendem Tempo auf der Außenposition schwer tat, bremste er dadurch. Lubach, ebenfalls eher ein Zentrumsspieler, kam mit der neuen Rolle besser zurecht. Nun bekommt Klose eine wirkliche Flügelzange, was einen Wechsel zu einem 4-3-3-System nach sich ziehen könnte.

Kapitän Gruber weg – auch Zoma-Verbleib unwahrscheinlich

Viel hängt aber wohl auch noch von der Zukunft Mohamed Ali Zomas ab. Die Sturm-Entdeckung der letzten Saison (14 Treffer) will der Club nicht unter zehn Millionen abgeben. Ein Verbleib ist nicht ausgeschlossen, aber eher unwahrscheinlich.

Kapitän Fabio Gruber (Mainz 05) hat die Franken bereits verlassen. Für ihn ist der griechische U21-Nationalspieler Alexios Kalogeropoulos (Olympiakos Piräus) dabei, der nicht nur die Reporter bei der Aussprache, sondern auch die gegnerischen Angreifer vor große Probleme stellen soll.

Keine Entwarnung von Klose: Begeht Nürnberg wieder alte Fehler?

Mit Kalogeropoulos' Landsmann Giannis Masouras hat der FCN schon insgesamt sechs Profis verpflichtet – sehr zur Freude von Miroslav Klose. "Es war mir wichtig, dass von Anfang an Spieler da sind. Das haben wir geschafft, aber es wird sicher noch was passieren, weil wir auf ein paar Positionen den Konkurrenzkampf anfechten wollen." Beim Club wollen sie eigentlich nicht die Fehler aus der Vorsaison wieder begehen.

Damals stand ein Großteil des Kaders erst zum Transferschluss fest, da hatte der Club den Saisonstart schon in den Sand gesetzt. Man müsse zwar daraus lernen, findet Klose, "trotzdem kann ich nicht sagen, dass es uns dieses Jahr nicht passieren kann." Dennoch ist für den Cheftrainer klar: "Wir wollen versuchen, einen anderen Start als letztes Jahr hinzulegen."

"Müssen aufsteigen": Neuzugang plaudert Saisonziel aus

Die vergangene Saison schloss der Club auf Rang acht ab und damit einen Platz hinter dem Saisonziel. Ein Jahr zuvor hatte man dieses um zwei Ränge verfehlt. In diesem Jahr ist Klose deshalb vorsichtig. Es sei ja "noch ein bisschen Zeit, das auszusprechen", zögert der Coach gegenüber BR24Sport. Klar sei aber, "wir wollen uns verbessern".

Deutlich auskunftsfreudiger war da Neuverpflichtung Masouras. "Seit dem ersten Tag, an dem ich mit Joti und anschließend dem Trainer hier gesprochen habe, ist das Ziel etwas hochgesteckt worden: Wir müssen aufsteigen, weil wir es verdienen, wieder in der Bundesliga zu spielen", soll der Grieche laut BILD gesagt haben.

Die Gelegenheit ist günstig, da mit Schalke 04 ein Schwergewicht die Liga verlassen hat und mit St. Pauli und Heidenheim keine weiteren hinzukamen. Dennoch sollte diese Zielsetzung wohl erstmal unter Verschluss bleiben.

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