Nika Prevc hatte in Oberstdorf nicht viel Zeit, über ihren verpatzten ersten Sprung nachzudenken: Als 17. des ersten Durchgangs mit nur 105,0 Metern war die Slowenin gleich als vierte Springerin im Finale an der Reihe. Und diesmal zeigte sie ihr wahres Leistungsvermögen: Mit 128,5 Metern verbesserte sie sich von Rang 17 noch auf Platz vier - das reichte, um die Two Nights Tour für sich zu entscheiden.
Selina Freitag erneut auf dem Podium
Zweite in der Tourwertung wurde dank eines erneut starken Wettkampfes auf der Schattenbergschanze Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue). Die 24-jährige Wahl-Allgäuerin belegte dank ihrer Sprünge auf 128,0 und 118,0 Meter nach Platz zwei in Garmisch-Partenkirchen diesmal den dritten Rang. Damit war sie in der Gesamtwertung die zweitbeste Springerin hinter Prevc, die sich den Gesamtsieg der Two Nights Tour zum dritten Mal sicherte. Prevc ist die Schwester des aktuell überrragenden Springers der Vierschanzentournee, Domen Prevc, und des Tournee-Gewinners von 2016, Peter Prevc.
Den Tagessieg und Platz drei in der Tourwertung holte sich die Kanadierin Abigail Strate vor der Chinesin Ping Zeng. Mit der Tagesbestweite von 136,0 Metern legte die Olympiadritte von Peking gewaltig vor. 116,0 Meter im Finaldurchgang reichten ihr dann zum Tagessieg.
Katharina Schmid in Oberstdorf
Katharina Schmid: Emotionaler letzter "Wettkampf dahoim"
Auch Agnes Reisch (9.), Lokalmatadorin Katharina Schmid (11.) und Juliane Seyfarth (16.) schafften es vor 3.000 Zuschauern ins Finale der besten 20 Springerinnen. Für Schmid war es das letzte Heimspiel in Oberstdorf, bevor sie am Ende des Olympia-Winters ihre glorreiche Karriere beendet. Sie erhielt im Auslauf einen kleinen Blumenstrauß.
"Ich freue mich einfach", sagte Schmid unter Tränen im ZDF. Ihr "letzter Wettkampf dahoim" war für sie sehr emotional, wie sie berichtete. Aber: "Ich habe es voll genossen. Es ist nur ein bissl schade, dass der Wind heute nicht so mitgespielt hat."
Aus Two Nights Tour wird Vierschanzentournee der Frauen
Die Two-Nights-Tour mit Wettbewerben auf den beiden deutschen Schanzen der Vierschanzentournee wurde zum dritten Mal ausgetragen. Im kommenden Jahr soll das Format von einer Vierschanzentournee für Frauen abgelöst werden. Das Traditionsevent um den Jahreswechsel findet in diesem Winter zum 74. Mal ausschließlich für Männer statt.
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