Domen Prevc bleibt momentan der überragende Skispringer und steuert auf seinen ersten Vierschanzentourneesieg zu. Mit Sprüngen auf 143,0 und 141,0 Meter holte sich der Slowene nach dem Triumph in Oberstdorf auch den Sieg beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Nach der Landung verbeugte sich der Slowene vor den 22.000 Fans an der Olympiaschanze. Und die sich vor ihm.
Tourneewertung: Prevc schon mit 35 Punkten Vorsprung
Erneut deklassierte Prevc die Konkurrenz deutlich. Hinter ihm kamen die Österreicher Jan Hörl (+ 15,4 Punkte) und Stefan Embacher (+ 16,0) auf die Plätze zwei und drei. In der Tournee-Gesamtwertung baute Prevc seine Führung auf fantastische 35 Punkte aus.
Die beiden deutschen Überflieger konnten diesmal nicht ins Rennen um die Podestplätze eingreifen, zeigten aber erneut eine gute Leistung. Felix Hoffmann kam mit Sprüngen auf 134,0 und 136,0 Meter in der Endabrechnung auf Platz sechs. Ein Rang dahinter platzierte sich Philipp Raimund (Oberstdorf), der bei 134,0 und 135,0 Metern landete.
Bundestrainer Horngacher: "Können zufrieden sein"
"Unsere Sprünge waren nicht ganz perfekt, aber sehr gut. Insbesondere Philipps Sprung hat mir sehr gut gefallen. Wir können sehr zufrieden sein", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.
Und die übrigen DSV-Adler? Pius Paschke zeigte mit Sprüngen auf 126,0 m und 128,5 m eine solide Leistung und wurde 21. "Es läuft besser. Die Basis war ganz gut, die Idee ist klarer, das war ein solider Wettkampf", so der 35-Jährige vom WSV Kiefersfelden.
Karl Geiger und Andreas Wellinger: Verbessert, aber nicht im Finale
Paschke schlug im K.o.-Duell den Oberstdorfer Karl Geiger, für den seine 122,5 Meter nicht ausreichten, um sich für den Finaldurchgang zu qualifizieren. Auch Andreas Wellinger (Ruhpolding) verlor sein Duell und verpasste mit 124,5 m den Sprung unter die fünf besten "Lucky Loser". Ben Bayer scheiterte mit 120,5 m deutlich.
Wellinger: "Wettkampfsprung war ordentlich, auch wenn er sich komisch angefühlt hat; vom Probe- zum Wettkampfsprung war es eine deutliche Steigerung; schade, dass es sich nicht ausgegangen ist. Die Sprünge in den Wettkampf reinbringen, ist der richtige Schritt."
Rote Karte für erneut disqualifizierten Timi Zajc
Timi Zajc wurde nach seiner Disqualifikation in Oberstdorf auch beim zweiten Springen der Vierschanzentournee wegen eines Regelverstoßes aus dem Wettbewerb genommen. Der Slowene wurde vor seinem ersten Sprung in Garmisch-Partenkirchen aus dem Verkehr gezogen, erneut war sein Anzug am Bein zu groß - diesmal vier Millimeter. In Oberstdorf waren es noch drei Millimeter.
Zajc erhält nach seiner zweiten Verwarnung zudem eine Rote Karte und ist beim Wettkampf in Innsbruck am Sonntag gesperrt. In Oberstdorf war Zajc zunächst auf Rang zwei gelandet, ehe kurz vor der Siegerehrung die Disqualifikation erfolgte.
Karl Geiger
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