Fast 320.000 Menschen haben im vergangenen Jahr das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg besucht. Museumschef Richard Loibl hat bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag diesen Besucherrekord präsentiert und einen Ausblick auf die kommenden Ausstellungen gegeben - unter anderem auf die Bayerische Landesausstellung in Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau, die in diesem Jahr unter dem Motto "Musik in Bayern" steht.
Klanggewaltiger Bayernsound
Vom 25. April bis 8. November 2026 gibt es in der niederbayerischen Stadt vor allem etwas für die Ohren. Vom Klang des Bayerischen Waldes über Choräle, traditionelle Volksmusik bis hin zu Pop, Rock und Techno zeigt die Ausstellung den Einfluss von Musik aus Bayern und für Bayern. Laut Loibl wird es eine Landesstellung, die es so noch nicht gegeben hat: "total immersiv" und "mit vielen Klangelementen und mit vielen visuellen Eindrücken". So soll es an jedem der 199 Ausstellungstage auch eine Begleitmusikveranstaltung geben.
Beste Standortwahl: Freyung hat erste Volksmusikakademie Bayerns
Für den gebürtigen Niederbayer wie auch für den Bürgermeister von Freyung, Olaf Heinrich, könnte es dafür keinen besseren Standort als Freyung geben. "Das Thema Musik gehört zur Region und insbesondere zu Freyung. Wir haben mit der Volksmusikakademie einen Leuchtturm geschaffen. Seit 20 Jahren gibt es das 'Drumherum'-Festival, zu dem 50.000 Leute kommen", sagte Heinrich. Daneben seien Großveranstaltungen wie die Landesaustellung aber auch wichtige Impulsgeber für die Stadtentwicklung, so Heinrich weiter.
Zweites großes Projekt: Kampf um die Demokratie
Neben der Landesausstellung wird im Regensburger Museum ab Sommer auch wieder eine Bayernausstellung gezeigt. Vom 8. Juli 2026 bis 7. August 2027 beschäftigt sich die Ausstellung "Brennpunkt Bayern" mit Hitlers Anfangsjahren in Bayern. Das Thema hat laut Loibl einen aktuellen Bezug, da bei der politischen Entwicklung derzeit oft Vergleiche zu den 1920er-Jahren gezogen würden. Die gute Botschaft: "Wir haben bessere Chancen, unsere demokratische Gesellschaft zu erhalten."
- zum Artikel: Dokumentation Obersalzberg verkündet Besucherrekord
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