Wegen bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern unter teils menschenunwürdigen Bedingungen ist ein aus der Ukraine stammender Mann vom Landgericht Landshut zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass der Angeklagte wegen der Schleusertätigkeit bereits vorher gut zweieinhalb Jahre Haft in Österreich verbüßt hat und jetzt an die deutschen Behörden überstellt wurde.
Dem 38-Jährigen wurde vorgeworfen als Teil einer internationalen Schlepperbande für Geld Menschen illegal über die Grenze nach Deutschland gebracht zu haben.
Während der Flüchtlingskrise 2023 aktiv
Der Angeklagte wurde in Hand- und Fußfesseln in den Gerichtssaal in Landshut geführt. Weit über 100 Menschen – darunter auch viele Kinde und Kleinkinder – soll er während der sogenannten Flüchtlingskrise 2023 als Fahrer illegal von Budapest über die Grenzen zwischen Passau und Simbach am Inn nach Deutschland geschleust haben.
Dies sei ungesichert und unter teilweise lebensgefährlichen Umständen auf der Ladefläche eines völlig überladenen Kastenwagens geschehen, so die Staatsanwältin.
Viele Mitglieder der Bande sitzen im Gefängnis
Der Angeklagte legte gleich nach Verlesung der Anklage ein umfassendes Geständnis ab. Die meisten anderen Bandenmitglieder sind bereits verurteilt und sitzen ihre Haftstrafen ab.
Immer wieder Schleuserprozesse in Bayern
Immer wieder werden Schleuser in Bayern gefasst und verurteilt. Das Landgericht Traunstein in Oberbayern verhängte im September 2025 sieben Jahre Haft für einen 38 Jahre alten Schleuser. Ihm konnte nachgewiesen werden, dass er in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 275 Menschen illegal nach Deutschland eingeschleust hatte.
Das Landgericht Traunstein verhängte ebenfalls hohe Strafen für vier Männer, die zusammen fast 800 Menschen illegal nach Deutschland gebracht haben. Zwölf Jahre Haft gab es für den Hauptangeklagten.
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