Die wichtigsten News zum ÖPNV-Streik im Überblick
- Verdi kündigt weitere Warnstreiks in Bayern an (10.13 Uhr)
- Verdi will Jobs durch mehr Gehalt attraktiver machen (08.10 Uhr)
- Nahverkehr in Augsburg steht weitgehend still (06.48 Uhr)
- Züge der Deutschen Bahn nicht betroffen (04.31 Uhr)
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12.15 Uhr: Regensburg - Nur jeder fünfte Bus fährt
Der Verdi-Streik führt in Regensburg aktuell zu einem Ausfall der meisten Busse. "Aktuell finden etwa 20 Prozent der regulären Fahrten statt", sagte Stadtwerk-Sprecher Martin Gottschalk. Im Verlauf des restlichen Streiktags werde sich hier nicht mehr viel verändern.
11.37 Uhr: Verdi-Streik trifft deutschlandweit Millionen Pendler
Der nahezu bundesweite Verdi-Streik im Nahverkehr hat am Montagmorgen Millionen Pendler bei teils frostigen Temperaturen und vereisten Straßen getroffen. In 150 Städten waren rund 100.000 Bus- und Straßenbahnfahrer sowie weitere Beschäftigte zum Ausstand aufgerufen. In weiten Teilen Deutschlands brach der öffentliche Nahverkehr fast völlig zusammen. Der Bahn-Regionalverkehr sowie S-Bahnen blieben dagegen weitgehend in Betrieb. Viele Menschen zeigten zwar Verständnis für die Belastung der Fahrer, kritisierten jedoch den Zeitpunkt des Streiks mitten im tiefsten Winter.
11.37 Uhr: Verdi-Sprecher - Beschäftigte "an ihrer Belastungsgrenze"
Die Beschäftigten im ÖPNV seien an ihrer Belastungsgrenze, sagte Frank Michael Munkler, Verdi-Sprecher in Köln. "Ich finde es gut, wenn mein Straßenbahnfahrer und meine Busfahrerin ausgeschlafen sind, um mich durch die Gegend zu fahren, und nicht übermüdet sind." Die Gewerkschaft fordert daher eine verbindliche Ruhezeit von mindestens elf Stunden zwischen den Schichten. Viele Mitarbeiter hätten lange Anfahrtswege, wodurch bei langen Diensten kaum Zeit für ausreichend Schlaf bleibe.
10.13 Uhr: Verdi kündigt weitere Warnstreiks in Bayern an
Nach dem ersten Warnstreik heute müssen Fahrgäste in Bayern mit weiterem Stillstand bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen rechnen. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit den Verkehrsunternehmen am 13. Februar sei "mit weiteren Warnstreiks zu rechnen", sagte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter, Sinan Öztürk. Wann und wie lange werde Verdi mit angemessener Vorlaufzeit bekanntgeben.
09.43 Uhr: Warum nur in Niedersachsen nicht gestreikt wird
Während Pendler in ganz Deutschland auf Ersatzpläne setzen, rollen in Niedersachsen heute Busse und Bahnen wie gewohnt. Grund ist die sogenannte Friedenspflicht, die für die rund 5.000 Beschäftigten im niedersächsischen kommunalen Nahverkehr weiterhin gilt. Hintergrund ist der Stand der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. In Niedersachsen läuft der geltende Tarifvertrag noch – deshalb sind Maßnahmen des Arbeitskampfes derzeit ausgeschlossen. Diese Friedenspflicht untersagt Streiks während der Laufzeit eines Tarifvertrags und soll beiden Seiten Planungssicherheit geben.
09.29 Uhr: Streik Ingolstadt - Kaum Auswirkungen spürbar
In Ingolstadt hat der Warnstreik kaum Auswirkungen. Es gebe so gut wie keine Ausfälle, teilte der Verkehrsverbund Großraum Ingolstadt (VGI) mit. Das liege wohl daran, dass unter den Mitarbeitenden des Busunternehmens kaum Verdi-Mitglieder seien. Allerdings gibt es bei der App unabhängig vom Streik technische Störungen. Die Fahrpläne können auf der Homepage des VGI eingesehen werden.
09.05 Uhr: München - Tram 20 fährt länger und zwar bis 13 Uhr
Laut einer Update-Meldung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) ist die Tram 20 (Moosach – Karlsplatz/Stachus) vorerst doch bis 13 Uhr in Betrieb. Zunächst hieß es, die Tramlinie fahre bis 10 Uhr. Weiterhin fahren keine U-Bahnen. Trotz des Warnstreiks im Münchner Nahverkehr fahren die Busse laut MVG alle 20 bis 60 Minuten.
08.10 Uhr: Verdi will Jobs durch mehr Gehalt attraktiver machen
"Wenn wir nicht für bessere Arbeitsbedingungen streiken, werden die Jobs so unattraktiv bleiben, dass wie wir das in den letzten Jahren erlebt haben, nicht genug Menschen bereit sind, den ÖPNV zu gewährleisten. Dann gibt es auch keinen", erklärte Andreas Schackert, Bundesfachgruppenleiter Busse & Bahnen bei Verdi, im ZDF-"Morgenmagazin". Ein entscheidender Punkt seien die Belastungen durch die Schichtarbeit im Fahrdienst. "Wenn wir die Belastungen nicht attraktiver machen und die Jobs, dann werden wir auf Dauer die Menschen, die wir da jetzt suchen und finden, auch nicht halten können", betonte Schackert.
07.18 Uhr: Münchner Nahverkehr - Busse fahren im Stundentakt
Trotz des Warnstreiks im Münchner Nahverkehr fahren laut Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Busse alle 20 bis 60 Minuten. Wie die MVG am Montagfrüh mitteilt, ist die Tram 20 (Moosach – Karlsplatz (Stachus) vorerst bis 10 Uhr in Betrieb. Weiterhin fahren keine U-Bahnen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wird seit 3:30 Uhr bestreikt. Betroffen sind die U-Bahn, die Trambahn und alle Buslinien bis zur Nummer 199. Der Streik dauert noch bis in den frühen Dienstagmorgen um 03:30 Uhr.
Warnstreik in München: U-Bahn fährt nicht
06.57 Uhr: Das müssen Arbeitnehmer beachten
Grundsätzlich gilt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbst dafür verantwortlich sind, pünktlich im Betrieb anzukommen, sie tragen das sogenannte "Wegerisiko". Das gilt bei Streik genauso wie etwa bei Schnee und Glätte. Heißt: Auch wenn Busse und Bahnen nicht fahren, dürfen Angestellte nicht einfach zu spät kommen. Darauf macht Volker Görzel vom Verband deutscher Arbeitsrechtsanwälte aufmerksam. Wenn das Homeoffice keine Lösung ist, müssen Angestellte also nach zumutbaren Alternativen suchen.
06.55 Uhr: Das sind die Hauptforderungen von Verdi
Betroffen sind rund 150 kommunale Verkehrsbetriebe in fast allen Bundesländern mit Ausnahme von Niedersachsen. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft den Druck in den Tarifverhandlungen für rund 100.000 Beschäftigte erhöhen. Verdi fordert insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.
Darum geht es beim Verdi-Warnstreik
06.48 Uhr: Nahverkehr in Augsburg steht weitgehend still
Der Nahverkehr in Augsburg ist aufgrund des Warnstreiks weitgehend zum Erliegen gekommen. In Augsburg sind von den rund 140 Bussen und Straßenbahnen, die morgens normalerweise ausrücken, nur acht Straßenbahnen und sieben Busse unterwegs, wie die Stadtwerke mitteilten. Die sieben Busse sind auf den lokalen Linien 21 im Bärenkeller, 24/25 in Haunstetten und 38 in Göggingen/Inningen/Bergheim ausgerückt. Diese Linien sind zum Teil an private Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt werden. Von den acht Straßenbahnen, die heute Morgen ausgerückt sind, verkehren vier auf der Linie 1, drei auf der Linie 2 und jeweils eine auf den Linien 3 und 4.
06.35 Uhr: Ausfall des Nahverkehrs in vielen Städten in Bayern
Die Gewerkschaft Verdi erwartet, dass die meisten U- und Trambahnen stehenbleiben werden. Die S-Bahnen in München und Nürnberg sind nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden. Besonders gebeutelt dürften die Menschen in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Passau, Landshut und Schweinfurt sein. Auch in Bayreuth, Schwabach und Ingolstadt soll es Einschränkungen geben.
04.31 Uhr: Züge der Deutschen Bahn nicht betroffen
Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen. "Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von Verdi vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen", teilte der bundeseigene Konzern mit.
03.30 Uhr: Kultusministerium - Trotz Streik im ÖPNV keine Sonderregel für Schulen
Für die Schulen in Bayern sind trotz angekündigter Streiks im öffentlichen Nahverkehr keine landesweiten Sonderregelungen geplant. Am Montag finde regulärer Unterricht statt, teilte das bayerische Kultusministerium am Freitag auf BR-Anfrage mit.
Wenn Schülerinnen und Schüler nicht zur Schule kommen könnten, weil keine Busse und Bahnen fahren, könnten sie "ausnahmsweise dem Präsenzunterricht fernbleiben". Sie müssten in dem Fall ähnlich wie bei einer Krankmeldung die Schule informieren.
03.30 Uhr: Verdi-Warnstreik in Landshut und Passau
Der Verdi-Warnstreik im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) trifft auch die niederbayerischen Städte Landshut und Passau. Wie die Stadtwerke Landshut am Freitag schriftlich mitteilten, sei davon auszugehen, dass ganztägig "keine Busse im jeweiligen Liniensystem fahren". Ob einzelne Fahrten stattfinden, könnten die Stadtwerke erst nach Dienstbeginn der Schichten feststellen, hieß es weiter.
In Passau falle ein Großteil der Fahrten aus. Es komme "zu erheblichen Einschränkungen im Linienverkehr", so die aktuelle Information auf der Internetseite der dortigen Stadtwerke. Da ein Teil der Fahrten in Passau von privaten Unternehmen durchgeführt würden, beträfe der Streik nicht alle Linienfahrten. Auf der Homepage könnten der Linienfahrplan und die entfallenden Fahrten des Schülerverkehrs eingesehen werden.
03.30 Uhr: Auch Augsburg vom ÖPNV-Warnstreik betroffen
Auch in Augsburg wird heute der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) bestreikt. Das hat die Gewerkschaft Ver.di am Freitag angekündigt. Bei den Stadtwerken Augsburg, die für die Tram- und Buslinien in der Stadt verantwortlich sind, geht man davon aus, dass der Nahverkehr dadurch deutlich eingeschränkt sein wird, je nachdem, wie viele Beschäftigte dem Streikaufruf folgen werden; er könne auch ganz zum Erliegen kommen, hieß es. Aufgrund der ungewissen Streikbeteiligung habe man auch vorab kein Notfahrplan entwickeln können, so ein Sprecher.
03.30 Uhr: Busverkehr in Schweinfurt betroffen
Laut Verdi sind rund 80 Busfahrer der Stadtwerke in Schweinfurt zum Warnstreik aufgerufen. Der Warnstreik dauert den ganzen Tag - von Montag 0.00 Uhr bis Mitternacht. Im Zeughaus wird laut Verdi ein Streiklokal eingerichtet, eine öffentliche Kundgebung ist nicht geplant. Es ist zu erwarten, dass der Stadtbusverkehr in Schweinfurt heute größtenteils zum Erliegen kommt, teilt die Pressestelle der Stadtwerke Schweinfurt mit. Davon betroffen ist insbesondere auch der Schulbusverkehr. Fahrgäste werden daher gebeten, auf alternative Beförderungsmöglichkeiten auszuweichen. Nicht betroffen vom Streik sind die Linien des Landkreises Schweinfurt ab der Liniennummer 200 – sie bedienen auch Teilbereiche des Stadtgebiets.
Montag, 2. Februar 2026
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