Ein Tomahawk Marschflugkörper wird vom US-Kriegsschiff USS Curtis Wilbur abgeschossen.
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Deutschland kauft US-Tomahawk-Marschflugkörper

Deutschland kauft US-Tomahawk-Marschflugkörper

Deutschland hat sich mit den USA auf den Kauf von Marschflugkörpern des Typs Tomahawk geeinigt. Diese sollen auch in Deutschland stationiert werden. Das kündigte Bundeskanzler Merz in seiner Regierungserklärung im Bundestag an.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, mit der Stationierung der Marschflugkörper schließe Deutschland eine wichtige strategische Lücke in der Verteidigung. Und man werde gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren, fügte er hinzu.

Deutschland schon länger an diesen Waffen interessiert

Die amerikanischen Mittelstreckenwaffen vom Typ Tomahawk haben eine Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern. Seit zwei Jahren gibt es um diese Marschflugkörper ein Hin und Her: 2024 hatten die USA unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden angekündigt, die Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren. Von seinem Nachfolger Donald Trump kam im Mai dieses Jahres eine Absage. Jetzt auf dem Nato-Gipfel in Ankara dann die Einigung: Die USA stationieren damit nicht – wie ursprünglich vorgesehen - ihre Waffen in Deutschland, sondern Deutschland kauft sie von den USA. Zu welchem Preis, ist bislang offen.

Abschreckung gegen Russland

Die Waffen sollen der Abschreckung gegen Russland dienen, das mit seinen Raketen Deutschland und Westeuropa erreichen kann. So hatte das deutsche Verteidigungsministerium bereits 2024 erklärt, der russischen Bedrohung mit den Tomahawk-Marschflugkörpern von 2026 an wirksame Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten entgegensetzen zu wollen. "Russland habe nuklearfähige Iskander-Raketen in der Exklave Kaliningrad stationiert. Darüber hinaus verlege Moskau seit 2022 russische Kampfjets mit Luft-Boden-Hyperschall-Raketen vom Typ Kinschal dorthin. Zudem habe Russland angekündigt, Nuklearwaffen in Belarus zu stationieren, erklärte das Ministerium damals. "Da Russland damit Westeuropa massiv bedroht – die Flugkörper haben Reichweiten von bis zu 2.000 Kilometern – muss die Nato etwas dagegen unternehmen."

Europäische Nato-Staaten haben offensichtlich Nachholbedarf

Mehrere europäische Nato-Verbündete wollen gemeinsam einen eigenen Marschflugkörper mit einer Reichweite von mehr als 2.000 Kilometern entwickeln. Im vergangenen Jahr hatte das deutsche Verteidigungsministerium erklärt, die Arbeiten an dieser neuen Fähigkeit weitreichender Waffen hätten begonnen.

Mit Informationen der dpa

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