Tausende Menschen waren auf dem Petersplatz in Rom versammelt, als Papst Leo XIV. das neue Jahr eröffnete – mit einem dringenden Appell. Die Menschen müssten ein "Jahr des Friedens" schaffen – und dazu auf jegliche Gewalt verzichten.
Wunsch nach "entwaffnetem und entwaffnendem Frieden"
Gott lade die Gläubigen ein, ihre Zeit zu verändern und "endlich eine Epoche des Friedens und der Freundschaft unter den Völkern zu beginnen", sagte der Papst. Leo sprach von einem "entwaffneten und entwaffnenden Frieden" – und meinte damit nicht nur die aktuellen Kriege und Konflikte in der Ukraine, in Gaza oder dem Sudan. Auch Familien sprach das katholische Kirchenoberhaupt an: Familien, die "unter Gewalt und Schmerz leiden".
Kardinal Marx: "Ein Jahr voller Fragezeichen, aber an der Seite Jesu"
Hoffnung trotz der vielen weltweiten Krisen: Dazu haben Bayerns Bischöfe an diesem Neujahrstag aufgerufen. Kardinal Reinhard Marx räumte in der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael zwar ein, er gehe mit großen Sorgen in die Zukunft: "Wir erleben heute wahrscheinlich einen Epochenwandel, der tiefer geht, als wir heute sehen." Trotzdem habe er große Hoffnung, dass die Kirche in diesen Zeiten etwas erreichen könne. Man gehe in "ein Jahr voller Fragezeichen, aber an der Seite Jesu", so Marx.
Der evangelische Landesbischof Christian Kopp sagte in seiner Predigt, das neue Jahr beginne nicht bei Null, sondern mitten in einer Welt voller Brüche, Sorgen und ungelöster Konflikte. Dementsprechend sei 2026 "mit vielen Wünschen vollgepackt": "Frieden, endlich Frieden in der Ukraine und ein Ende mit dem Töten und Bombenwerfen. Und Schluss mit dem ewigen Hetzen und Aufhetzen und Auf-die-anderen-Zeigen. Du. Du bist schuld. Schluss damit."
Mit Informationen von AP und KNA
Im Video: Rom - beten für den Frieden
Papst Leo XIV. bei der Neujahrsmesse im Vatikan
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