Die Österreicher dominierten die Qualifikation für das dritte Tourneespringen auf ihrer Heimschanze am Bergisel. Das ÖSV-Quartett Jan Hörl, Stefan Kraft, Stephan Embacher und Titelverteidiger Daniel Tschofenig zeigten auf der berüchtigten Bergisel-Schanze mächtig auf und belegten die ersten vier Plätze. Von den fünf deutschen Springern war der in der Tournee-Gesamtwertung auf Rang vier liegende Felix Hoffmann der Einzige, der da mithalten konnte.
Jan Hörl gewinnt Quali mit Tagesbestweite - Domen Prevc im Pech
Lange präsentierte sich die für wilde Wetterkapriolen bekannte Schanze ganz harmlos. Kaum Wind und faire äußere Bedingungen kennzeichneten den Wettbewerb, allerdings nur bis zur Startnummer 64. Bis dahin lag Jan Hörl mit gesprungenen 128,0 Metern vorne. Tagesbestweite.
Die besten vier Springer der Saison hatten dann mit aufkommendem starken Rückenwind zu kämpfen. Domen Prevc kostete das eine Topplatzierung. Der Slowene, der bislang beide Qualifikationen und beide Finalspringen der Tournee gewinnen konnte, konnte das Handicap nicht matchen und musste sich mit Rang 30 begnügen.
Felix Hoffmann wagt keine Kampfansage - Philipp Raimund weit zurück
Auch Philipp Raimund hatte Pech: 116,5 Meter bedeuteten für den Oberstdorfer "nur" Platz 16. Damit wird er im Finale am Samstag früher als gedacht über den Bakken gehen. Die Vorhersage von Bundestrainer Stefan Horngacher ("das ist seine Schanze") bewahrheitete sich erstmal nicht.
Der 25-Jährige sorgte zudem für eine Schrecksekunde, als er nach der Landung mit zu viel Geschwindigkeit in eine Bande krachte, die daraufhin zu Bruch ging. "Ich habe da oben mal kurz die Bande mitgenommen. Mir geht es soweit gut. Ich hoffe, das bleibt auch den Rest des Abends so", sagte er.
Immerhin schaffte es Felix Hoffmann auf Rang fünf. Dafür reichten dem 28-Jährigen 123,0 Meter. Für eine Kampfansage an das ÖSV-Team reichte es aber nicht: "Das wird schwierig. Sie waren schon bei den Trainingssprüngen geschlossen vorne. Vielleicht mit etwas Glück", so Hoffmann im ZDF.
Andreas Wellinger muss lange zittern
Pius Paschke (119,0 m), Karl Geiger (115,5 m) und Andreas Wellinger (115,0 m) qualifizierten sich ebenfalls für das Finale. "Alle qualifiziert, das ist das Positive", sagte hinterher auch der Bundestrainer. Der Ruhpoldinger Wellinger musste von allen am längsten um die Finalteilnahme zittern. Nach seinem Sprung gehörte er zunächst nicht zu den sicher Qualifizierten.
Nur weil der Norweger Marius Lindvik und der Finne Niko Kytosaho noch schwächer sprangen, rückte Wellinger als 50. und Letzter ins Teilnehmerfeld. Im Nachgang wurde dann noch der Pole Pawel Wasek qualifiziert, weshalb es Wellinger am Samstag im direkten Duell mit Stefan Kraft zu tun bekommt.
Die K.o.-Duelle der DSV-Springer
- Felix Hoffmann (5/Suhl) - Alex Insam (46/Italien)
- Philipp Raimund (16/Oberstdorf) - Felix Trunz (35/Schweiz)
- Pius Paschke (23/Kiefersfelden) - Gregor Deschwanden (28/Schweiz)
- Karl Geiger (38/Oberstdorf) - Sandro Hauswirth (13/Schweiz)
- Andreas Wellinger (49/Ruhpolding) - Stefan Kraft (2/Österreich)
Skispringer Felix Hoffmann
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