Die Bergisel-Schanze in Innsbruck
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DSV-Adler ohne Angst vor dem "Schicksalsberg"

DSV-Adler ohne Angst vor dem "Schicksalsberg"

Für die deutschen Skispringer platzten bei der Vierschanzentournee am Bergisel in Innsbruck schon viele Träume. Diesmal wollen es zwei DSV-Adler besser machen. Und Bundestrainer Stefan Horngacher traut Felix Hoffmann und Philipp Raimund viel zu.

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"Schicksalsberg" Bergisel? Statistisch gesehen stimmt das wohl. Nur fünfmal schaffte es ein deutscher Skispringer in Innsbruck in diesem Jahrtausend aufs Podest. Lediglich Sven Hannawald (2002) und Richard Freitag (2015) durften hier einen Sieg bejubeln.

Andreas Wellinger war 2018 der letzte Deutsche auf dem Podium

Andreas Wellinger war 2018 der letzte, der es als Drittplatzierter aufs Podest schaffte. Acht Jahre ist das her. Wellinger springt immer noch, aber wie sein Teamkollege Karl Geiger derzeit nur hinterher. Irgendwann wird es wieder klappen mit einer Topplatzierung am gefürchteten Bergisel, weshalb Bundestrainer Stefan Horngacher auch nichts von einem "Innsbruck-Fluch" oder ähnlichem hören will.

Horngacher über Philipp Raimund: "Das ist seine Schanze"

Felix Hoffmann und Philipp Raimund ist dies zweifellos zuzutrauen. Nach zwei von vier Springen belegen sie die Ränge vier und sechs in der Tournee-Gesamtwertung. "Beide legen große Stabilität an den Tag und halten dem Druck sehr gut stand", so Horngacher. Speziell Raimund freue sich sehr auf das dritte Springen der Tournee: "Innsbruck taugt ihm voll, das ist seine Schanze."

Der Bundestrainer schätzt den 25-Jährigen vom SC Oberstdorf, der keine großen Fehler mache, für seine Lernbereitschaft, die Einstellung und auch für seinen Ehrgeiz: "Er hat ja noch Chancen auf einen Tourneepodestplatz, den will er sich holen. Er ist heiß."

Hoffnungsträger Felix Hoffmann: Stabil auf sehr hohem Niveau

Das zweite deutsche Eisen im Feuer ist Felix Hoffmann. Für den Thüringer, der für den SWV Goldlauter startet, ist es die erste Saison in der Weltspitze. Nach einem Top-Saisonstart in Lillehammer gab es "eine leichte Delle", so Horngacher. Wahrscheinlich habe er es sich nicht ganz zugetraut, ganz vorne mitzuspringen.

Doch nach den Weltcups in Klingenthal und vor allem in Engelberg habe er wieder richtig gut performt: "Er weiß jetzt, wo er hingehört. Ich denke, es ist relativ easy für ihn: Er muss jetzt einfach bei seinen Sachen bleiben, nicht mehr wollen, als er kann. Das hat er verinnerlicht aktuell und springt deshalb stabil auf sehr hohem Niveau."

Der Bergisel verzeiht keine Fehler

So stabil, dass ihm hoffentlich auch die Schanze nichts anhaben kann, die nicht nur wegen ihrer Windanfälligkeit berüchtigt ist, sondern auch deshalb, weil sie keine Fehler verzeiht. Richard Freitag und Severin Freund können davon ein Lied singen - sie büßten hier nach fatalen Stürzen alle Chancen auf den Gesamtsieg bei der Tournee ein. Und auch Wellinger verlor hier vor zwei Jahren seine Führung in der Gesamtwertung an den Japaner Ryoyu Kobayashi und landete am Ende in der Tournee "nur" auf Platz zwei.

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