Cathy Hummels, Anna-Maria Zimmermann und Lisa Marie Friedle, links im Bild Oliver Pocher
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Promi-Influencerinnen bei der Arbeit (v.l.n.r.) Cathy Hummels, Partyschlagersängerin Anna-Maria Zimmermann und DJ-Ötzi-Tochter Lisa Marie Friedle
Bildrechte: picture alliance / Geisler-Fotopress | Agentur Wehnert/M. Gränzdörfer
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Promi-Influencerinnen bei der Arbeit (v.l.n.r.) Cathy Hummels, Partyschlagersängerin Anna-Maria Zimmermann und DJ-Ötzi-Tochter Lisa Marie Friedle

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450 Wiesn-Lizenzen für Influencer spülen Geld in die Stadtkasse

450 Wiesn-Lizenzen für Influencer spülen Geld in die Stadtkasse

Das Münchner Oktoberfest: einerseits Gaudi, andererseits Geschäft. Nachdem immer mehr Influencerinnen und Influencer auf Instagram und Co. Geld mit der Wiesn verdienen, verlangte die Stadt von ihnen heuer erstmals Wiesn-Lizenzen. Hat sich's gelohnt?

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

7,4 Millionen Wiesn-Besucherinnen und Besucher zählte die Stadt München 2006 – so viele wie noch nie seit der ersten Wiesn 1810. "Es ist nun mal ein super Fest, und das spricht sich rum", sagt Münchens Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Christian Scharpf. Heutzutage besonders und weltweit über Social Media. 

Weit über 100.000 Euro für die Stadtkasse

Schon seit Jahren nehmen Influencer immer mehr "Zeltplatz" ein. Die Stadt München hat daher 2026 erstmals Oktoberfest-Lizenzen für solche Web-Werbebotschafter vergeben. Kurz vor Wiesn-Beginn waren bereits 150 beantragt, bis zum Tag nach dem Ende der Wiesn seien rund 450 vergeben worden – und noch ist nicht abschließend ausgezählt. Nachträgliche Lizenzen für diejenigen, deren nicht genehmigte Wiesn-Posts von der Stadt entdeckt werden, kosten nach Angaben des Wirtschaftsreferates mehr.

Die Auswertung und Zusammenfassung des gesamten Projekts werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Derzeit liegen die Einnahmen "im niedrigen sechsstelligen Bereich", wie eine Sprecherin des Münchner Wirtschaftsreferates der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Genaue Zahlen gibt es nicht

In welchem Kostenrahmen sich die einzelnen Lizenzen bewegen, ist ebenso unbekannt wie die Summen, die die Influencer und Influencerinnen mit ihren Postings direkt oder indirekt – also etwa über den Verkauf selbst designter oder zumindest selbst getragener Dirndl – generieren. Die Landeshauptstadt gibt bei Verträgen mit Dritten generell keine konkreten Zahlen an.

"Basis der Lizenzkosten sind immer die Einnahmen, die mit dem Posting generiert werden. Die genaue Berechnung hängt dann von verschiedenen Parametern ab, wie Reichweite oder Art der Monetarisierung auf einer Plattform", so das Wirtschaftsreferat der Stadt München.

Es gebe auch eine Bagatellgrenze für den Fall, dass ein Wiesn-Post finanziell nicht sonderlich viel abwerfe. 

Wofür die Einnahmen verwendet werden

Die Lizenz-Erlöse sollen nun zweckgebunden in den Schutz der Marke Oktoberfest fließen, von deren "Strahlkraft" (Wiesnchef Christian Scharpf) die Influencer zehren. Schließlich sind schon die Begriffe Wiesn und Oktoberfest geschützte Marken der Stadt München, dürfen also nicht für werbliche Zwecke verwendet werden.

Neue Regel, altes Prinzip

Die Neuregelung hatte bei Influencern Aufregung ausgelöst. In Videos auf Instagram wurde heftig diskutiert, wer nun was von der Wiesn ins Netz werfen dürfe und ob die Lizenzierung angemessen sei. Dabei ist das Prinzip hinter der Lizenzvergabe nicht neu. Laut Oktoberfestverordnung der Stadt München sind Werbeaktivitäten auf dem Festgelände schon seit langem untersagt; auch für kommerzielle Dreharbeiten oder Fotoshootings mussten Genehmigungen eingeholt werden. "Wer mit unserem Fest Geld verdient, muss sich auch daran beteiligen", sagt Christian Scharpf.

Das betraf in diesem Jahr zum Beispiel die CH Marketing und Medien GmbH von Ex-Spielerfrau Cathy Hummels. Die Influencerin (660.000 Follower auf Instagram) zahlte Lizenzgebühren für ihren "Wiesn-Bummel" und kaufte damit einen "Freifahrtschein" für ihre Gäste gleich dazu.

Mit Informationen der dpa.

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