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EU-Klimadienst Copernicus: 2025 war drittwärmstes Jahr

EU-Klimadienst Copernicus: 2025 war drittwärmstes Jahr

Im gerade zu Ende gegangenen Jahr hat sich die Erderwärmung weiter fortgesetzt: 2025 war laut EU-Klimadienst Copernicus das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und damit fast ebenso warm wie die beiden Rekordjahre davor.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Der EU-Klimadienst Copernicus hat vergangenes Jahr einen neuen, weltweiten Hitzerekord verzeichnet. Damit reiht sich auch 2025 in die Jahre mit den höchsten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ein. Das hat vor allem zwei Gründe: Die klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre werden mehr und die Oberflächen der Ozeane erwärmen sich.

1,5 Grad-Grenze kaum noch einzuhalten

2025 war laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und fast ebenso warm wie die beiden Rekordjahre davor.

Vergangenes Jahr wurde eine durchschnittliche Lufttemperatur auf der Erde von 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau ermittelt. 2023 waren es 1,48 Grad, im Rekordjahr 2024 1,60 Grad. Damit lag erstmals die globale Durchschnittstemperatur der drei vorangegangenen Jahre mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das geht aus dem Klima-Jahresbericht von Copernicus hervor, der am Mittwoch vorgestellt wurde.

Der neue Copernicus-Befund stützt die Einschätzung vieler Forscher und politischer Akteure in den vergangenen Monaten, dass die 1,5-Grad-Grenze nicht mehr einzuhalten ist und die Menschheit sich daher auf einen folgenschweren Klimawandel einstellen muss.

Erderwärmung: Wissenschaftler nennen zwei Hauptgründe

Als Gründe für die außergewöhnlich warmen vergangenen drei Jahre nennen die Wissenschaftler vor allem zwei: Die klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre werden mehr, da weiterhin vor allem durch menschliche Aktivitäten Kohlendioxid ausgestoßen wird und Wälder, Moore und Böden weniger davon aufnehmen. Außerdem seien die Oberflächen der Ozeane außergewöhnlich warm gewesen, beispielsweise durch das Wetterphänomen El Niño.

Angesichts der derzeitigen Erderwärmung sei mit einer dauerhaften Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze bereits Ende dieses Jahrzehnts zu rechnen, heißt es in dem Bericht. Dies wäre "ein Jahrzehnt früher" als zuvor angenommen, so die Wissenschaftler.

Die Staatengemeinschaft hatte sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 vorgenommen, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur Zeit vor der Industrialisierung zu begrenzen.

Extremwetterereignisse nehmen zu

Europa, Asien und Nordamerika erlebten 2025 extreme Wetterereignisse: Außer Hitzewellen und heftigen Stürmen gab es unter anderem die heftigen Waldbrände rund um Los Angeles zu Jahresbeginn und zerstörerische Feuer in Spanien im Sommer.

Trotz dieser globalen Auswirkungen des Klimawandels haben die USA, die der zweitgrößte Treibhausgasemittent der Welt sind, das Pariser Klimaabkommen aufgekündigt. Erst kürzlich verfügte US-Präsident Donald Trump auch noch den Ausstieg seines Landes aus der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.

Konsequenzen der Erderwärmung in den Griff bekommen

Der Direktor des Copernicus-Klimadienstes, Carlo Buontempo, erklärte, die Welt sei "verdammt" zur Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze und müsse sich nun darum kümmern, "wie man die unvermeidliche Überschreitung und ihre Konsequenzen auf die Gesellschaften" und Ökosysteme am besten in den Griff bekomme.

Mit Informationen von AFP und KNA

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